Beruf, Berufung - berufen
Beruf
Jeder hat eine Vorstellung über den Begriff »Beruf«.
Ein jeder Mensch ist schon in seiner frühen Jugend bestrebt, sich eine mehr oder weniger klare Vorstellung von seinem künftigen irdischen Beruf zu bilden.
Wird z.B. der eine gefragt: »Was willst du denn einmal werden?«
So fühlt sich der so Angesprochene immer auf seine Wunschvorstellung über seinen zukünftigen Beruf angesprochen.Überwiegend werden in solcher Art die Kinder und die Heranwachsenden befragt.
Der eine Befragte sagt dann z.B.: »Ich will einmal Lokomotivführer werden!«
Ein weiterer antwortet eventuell: »Ich will einmal Arzt werden!«
Ein anderer antwortet vielleicht mit: »Nein, ich will einmal Bankdirektor werden!«Heute kommen noch sehr viele neuere Berufe hinzu.
Doch befragen wir einmal die Angesprochenen nach dem Grund zu ihrer Berufswahl, so erhalten wir auch sehr unterschiedliche Antworten auf unsere Fragen.
Der Befragte mit dem Berufswunsch »Lokomotivführer« antwortet z.B.:
»Ich möchte die Welt bereisen und dabei viel neues von anderen Menschen und Landschaften erfahren!«
Der mit dem Berufswunsch »Arzt« antwortet jedoch:
»Ich möchte den Menschen helfen. Meinen Dienst am Nächsten möchte ich leisten!
Auch will ich mit dem Beruf viel Geld verdienen!«Aber der mit dem Berufswunsch »Bankdirektor« antwortet:
»In meinem Beruf habe ich viel mit dem Geld zu tun. Und ich kann so auch sehr viel Geld verdienen!«
Solche oder ähnliche Antworten geben die Befragten als einen möglichen Grund für ihre gewünschte Berufswahl.
Jeder Mensch hat also auch seine eigene und auch ganz bestimmte Vorstellung über seinen Begriff von »Beruf«. Und in diesem Begriff »Beruf« will er auch gleichzeitig seine für sich in Erfüllung gehende »Berufung« für das Erdensein sehen.
Er fühlt sich mehr oder weniger für diesen oder jenen Berufswunsch »berufen«.Beruf hat immer etwas mit der unmittelbaren Ausübung von Tätigkeiten der Menschen zu tun. Die Ausübung dazu ist immer auch ihr direktestes Betätigen im Erdenalltag. In der Vorstellung vieler, sogar des Größten Teiles aller Menschen, sollte damit und mit sich selbst an einem Gemeinwohl für alle Menschheit gearbeitet werden.
Beruf hat also etwas mit Arbeit zu tun.Heute ist nun aber ohne jede Beschönigung zu sehen, wie weit wir es mit dieser »Arbeit an uns selbst und mit der Arbeit an einem Gemeinwohl für alle Menschen« auf dieser Erde bis jetzt tatsächlich gebracht haben.
Überwiegend chaotische und sehr verhängnisvolle Verhältnisse hatten wir bis heute leider damit auf Erden entstehen lassen.
Wie konnte das nun aber alles derart geschehen?
Bei all diesen Zusammenhängen muß erkannt werden, daß das Fehlen des rechte Steuerrades zu all dem Geschehen um uns Menschen herum unbedingt in dem Fehlen des eigenen Gewissens jedes einzelnen Menschen erkannt werden muß.
Denn dieses Steuerrad heißt heute überwiegend Gewissenlosigkeit in allen Bereichen menschlichen Zusammenwirkens!Doch nur Menschen, die im wahren Sinne der vollkommenen Gottes- oder Schöpfungsgesetze wirken, können auch gewissenhafte Menschen sein.
Das kann niemals anders sein. Ein anderer Glaube darüber ist ein Irrglaube!
Das Verständnis für den wahren Grund zu allem falschen Wirken der Menschen auf Erden liegt in »grauer Vorzeit« aller Menschheitsgeschichte selbst begründet.
Darum ist es an der Zeit, daß auch über die Begriffe »Beruf«, »Berufung« und »berufen« einmal aufklärende Hinweise an dieser Stelle im »Wahrheitssucher« gegeben werden.
Berufung
Einstmals ist jeder heute auf Erden lebende Erdenmensch als ein sich selbst zunächst unbewußtes »Geistsamenkorn« aus den himmlischen »Lichtregionen« ausgetreten und in die Niederungen dieser Nachschöpfung aller Stoffliche eingetreten.
Um dann in diesen Fernen von dort, sich in diesen Bereichen einer Nachschöpfung zu einer individuellen, zu einer mit einem eigenen, persönlichen Sichselbstvollbewußtsein ausgestatteten »Geistespersönlichkeit«, in einem Erdenkörper »in Fleisch und Blut«, hier auf Erden entwickeln zu können.
Dieses wäre ihm in der größeren Nähe zu dem eigentlichen Ursprung allen Lebens, in der größeren Nähe zum »Urlicht«, nicht möglich gewesen.
Es liegen jedoch, seit Beginn seines Austretens aus den Lichtregionen des Geistes, in jedem Geistkeime die unbedingt gleichen geistigen Veranlagungen für seine folgen sollende, persönlich geistige Entwickelung verankert.
Und das beinhaltet die harmonische Veranlagung, sich in den darin bestehenden Verbindungsmöglichkeiten zu allen wahren Tugenden der lichten Höhe, hier in der Schöpfung, zu einem von Gott auch so gewollten persönlichen »Geistesmenschen« entwickeln zu dürfen und zu müssen.
Darin liegt auch die ursprünglich uneingeschränkte Befähigung jedes einzelnen Menschen direkt verankert, um sich damit zu einem solchen »vollkommenen Menschen« entwickeln zu können.
Und das beinhaltet auch die absolute, ursächliche »Berufung« der Kreatur Mensch. Ein jeder Mensch trägt ursprünglich die große »Berufung« in sich, sich zu einer von Gott gewollten Menschen-Kreatur, zu einem persönlich gewordenen Geistesmenschen entwickeln zu müssen, um darin dann auch die ewige Seinsberechtigung für sich persönlich, in seinem Sichselbstvollbewußtsein, finden zu können.
Er hätte dann - bei rechter Befolgung seiner vom Licht gewollten Berufung - auch erst den wahren Schritt in das ewige Leben, in das ewige Seindürfen einmal gehen können.
Denn der Beruf eines gereiften Geistkeimes, zu einem sich selbst vollbewußt gewordenen Menschengeist, liegt darin, ein brauchbares Mitglied für den weiteren und ewigen Schöpfungsausbau - in dem rechten und wahrhaftigen Sinne aller vollkommenen Schöpfungsgesetze sich vollziehend - auch geworden zu sein.
Es ist demnach eine unermeßliche Gnade für jeden Menschen, wenn er hier und heute auf Erden und vor seinem Erdentode schon, zu seinem gereiften und eigenen, persönlich notwendigen Bewußtsein darüber kommen konnte.
Das geschieht jedoch nur in klarer Gewissenhaftigkeit zu all diesen Vorgängen. Und das muß sich vollziehen mit seinem Erkennen darüber, daß nur in der Verbindung zu seiner großen Verantwortung vor dem »Leben-Dürfen« und in allen damit zusammenhängenden Taten auf Erden, auch in denen, die sich in seinem Beruf auf Erden formen, gehandelt werden darf.
Nur darin wird er auf seiner großen Wanderung durch die Schöpfung auch alles dazu Notwendige, in diesem Teile der Schöpfung und damit hier auf der Erde, noch erfahren dürfen.
Das betrifft überwiegend geistige und damit innere menschliche Vorgänge in Gewissenhaftigkeit.
Darum ist die perönliche Wahrheitssuche so sehr wichtig!Und jeder ganz allein trägt auch selber für alles, durch ihn erst Entstandene und noch durch ihn Entstehende, die ganze unverkürzte Verantwortung vor den lebendigen Schöpfungsgesetzen und damit vor Gott, dem Herrn!
Sein weiteres Leben wird sich für ihn in der Zukunft, dann entsprechend der von ihm selbst angewendeten Art und Form seiner gewissenhaften Verantwortung und in der wirklich echten Reinheit seines Wollens dabei, in den für ihn ganz gerecht ablaufenden Wechselwirkungen verwirklichen und zeigen müssen.
Darin besteht die nicht ausbleibende und unabbiegbare Gerechtigkeit auch in diesem Teile der großen Schöpfung, die für die Kreatur Mensch als Folge von all seinen Taten auch hier nicht ausbleiben kann. -
Berufen
Biblisch steht geschrieben: Viele sind berufen, doch nur wenige sind auserwählt.
Was ist es nun, dieses »Berufen« - und was ist es in seinem richtigen Sinne?
Auf Erden kennen wir den Beruf. Dieser hat heute sehr verschiedene Wirkungsformen angenommen.
Oben wurde gesagt, daß sich dieser Erden-Beruf nach den inneren Anlagen, nach der eigentlichen, inneren Berufung eines Menschen, die er seit Urbeginn seines Entstehens in sich trägt und die zu seinem geistigen Urzustand und damit zu seinem eigenen Besitzstand gehört, gänzlich richten muß, um dadurch schon auf Erden zu einem »Geist-Menschen« in Fleisch und Blut in dieser Schöpfung für die Ewigkeit werden zu können.
Wer das richtig erfüllt und in dem Sinne auch seinen Erden-Beruf versteht, wird auch gänzlich gewissenhaft sein persönliches Erdenwerk vollbringen.
Und aus dieser Gruppe von Menschen kann immer wieder einmal auch einer wahrhaft geistig hervorgehen, der für ganz besondere Aufgaben auf der Erde zu einem wahrhaft Berufenen werden kann und als solcher dann auch lebendig und bewußt hervortritt.
Nur in seiner wirklichen und wahrhaftigen, in seiner Tat lebendig gewordenen inneren Veranlagung liegt diese Möglichkeit ein Berufener auch auf Erden werden zu können und ein solcher auch zu sein.
Nur ein solcher Mensch kann, in der geistigen Erfüllung stehend, dann auch im Irdischen als wahrhaft berufen gelten.Aus dieser Gruppe von Menschen treten dann hin und wieder auch einmal die wirklich Auserwählten unter den Menschen hervor.
Nur alles geistig wirklich zum wahren Leben Erweckte in diesen Menschen, kann sie auch befähigen, in der Verbindung zum Lichte und in der Gnade aus der Höhe stehend, ihre besondere Aufgabe auf Erden wahrhaftig und damit auch richtig erfüllen zu können.Nur wo wirkliches und wahrhaftiges Innenleben, in Gewissenhaftigkeit und Reinheit der Gedanken, die Voraussetzungen hierzu erfüllt, wird auch der Große Segen für alle Welt nicht ausbleiben können.
Von außen »übergestülpte Berufungen« haben hierbei nicht die genügende Kraft, um damit zu einer rechten Erfüllung auf Erden auch kommen zu können.
Darum auch die große Zahl von »Gefallenen«, welche dann kläglich von den einstmals im Irdischen berufen gewesenen Menschen versagten. -
Zusammenfassung
Alles oben Angesprochene soll nur ein vorläufiger Hinweis auf das große Gebiet allen wahren Menschenwirkens auch auf Erden sein.
Es geht heute auf der Erde unter den Menschen überwiegend bei dem Begriff Beruf und Berufswahl um die Möglichkeit, sich das tägliche Brot für den Lebenserhalt verdienen zu wollen und zu müssen.
Doch heutiges und einseitiges Besitzstreben vieler Menschen hat hierin alles aus den Angeln gehoben.
Dabei ist heute nicht mehr von den wirklichen, inneren Werten die Rede.
Heute steht die Profitgier an vorderster Front.
Hast du was, so bist du was.
Nur - was bist du damit wirklich?Das Erscheinungs-Bild der einst in aller Natürlichkeit überschäumenden Erde ist zerrüttet.
Sie hat begonnen, sich dafür zu »rächen«.Es wird nun alles in gewaltigen Wechselwirkungen, die alle erst durch das verheerende Wüten von Menschen unter das Gesetz gestellt wurden und die nun auf Auslösung drängen, um damit allen Erdenmenschen die Früchte ihrer gottlos gewordenen Taten, vielfach vermehrt, zurückgegeben.
Heute finden wir sehr selten einen echten Wahrheitssucher in diesen Dingen.
Heute wird die Erde überflutet von Vorteilssuchern auf allen irdischen Gebieten.
Doch diese sind die gottlos gewordenen Verderber an der wahren Aufgabe aller Menschheit.Für alle diese hat Beruf nichts mehr zu tun mit einer wahren inneren Berufung aus himmlischen Höhen.
Vielleicht können noch einzelne unter allen Menschen für sich einen inneren Ruf vernehmen, der sie dann zu den geistig Berufenen unter allen Kreaturen machen könnte.
Es wäre das der sehr eindringliche Ruf, sich zu einem wahrhaftigen, gottesfürchtigen Geist-Menschen entwickeln zu müssen.
Der dann damit, nur zum Wohle aller weiteren Kreaturen und nur zum Wohle des weiteren von Gott gewollten Schöpfungsausbaues, seinen wirklichen Beruf als einen von Gott dazu Berufenen auch auf der Erde schon ausüben müßte.
Darum ist auch heute die echte Wahrheitssuche - in allen den Dingen, die die Menschen geistig betreffen - von ganz besonderer Wichtigkeit!
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H. K. B.
Überarbeitet im Juni 2004 - Januar 2010
© by Horst Karl Brotzki 2000-2004 - 2010