Jung und Alt - eine Generationsfrage ?


Auch heute wird wieder einmal vermehrt um die Begriffe von Jung und Alt diskutiert. Dabei besteht auch das Bemühen, sich mit einem gedachten und zum Teile auch erlebten »Problem« von Jung und Alt zu befassen.
Richtiger kann es aber dafür auch heißen: es wird das »Problem« zwischen Jung und Alt beleuchtet.

Wird das Thema heute aber auch richtig beleuchtet?

Nein!

Denn dann müßte das Thema auch im »Lichte von Wahrheit« beleuchtet werden. Denn zum Leuchten und zum Durchleuchten gehört ganz natürlich auch das dafür notwendige Licht. Und nur im Lichte ist auch die Wahrheit für alles Bestehende verankert. Das gilt auch hierbei für dieses Be- und Durchleuchten von »Jung« und «Alt«, weil nur darin die wirklichen Zusammenhänge gefunden werden können.

Nur im Lichte der Wahrheit kann das Gesuchte auch verbindlich durchleuchtet und recht erkannt werden.

Wichtig ist darum hierbei, daß zunächst auch die Begriffe von »Jung« und »Alt« in ihrem rechten Wahrheitsgehalt gefunden, richtig erfaßt und begriffen werden müssen.

Und dazu ist das wahre Wissen notwendig über diese Vorgänge in diesem Teile der großen Schöpfung, in dem wir uns heute, zu dieser Zeit tatsächlich auch befinden.

Wenn aber etwas notwendig geworden ist, so ist damit auch ausgedrückt, daß wir uns zuvor schon oder jetzt immer noch in einer gewissen Notlage befinden; denn sonst wäre auch nichts notwendig. Es müßte keine Not in das »Rechte« gewendet werden.

Und in einer Notlage befinden wir uns jedoch heute auch mit diesen beiden Begriffen: »Jung« und »Alt« immer noch.

»Jung« und »Alt« sind Begriffe, die ihre Erscheinung auf dieser Erde nur in der Zeit, die seit der Geburt auch von Erdenmenschen, bis hin zu dessen Tode in den dabei unterschiedlichen Zeitabläufen eine Formung in dem Ausdruck für die Begriffe gefunden haben.

In diesen Zeitabläufen zwischen der Geburt und dem Tode, also zwischen dem »Her-kommen« und dem »Wieder-abscheiden-müssen« von dieser Erde, sind dann auch die Zeit-Begriffe von den Generationen entstanden.
Wobei die Begriffe von den Generationen mehr in dem Bereich der verschiedenen Temperamente, in den unterschiedlichen Altersgruppen, ihre eigentliche Bedeutung haben - für den geistigen Reifeprozeß auf Erden.

Ein junger Erdenmensch wächst nach seiner irdischen Geburt, aus einer feineren jenseitigen Welt kommend, in die junge Generation von Erdenmenschen hinein.

Ein alter Erdenmensch stirbt aus der alten Generation hinaus, um dann in einer feineren, jenseitigen Welt wieder erwachen zu dürfen oder auch erwachen zu müssen, durch ein von hier dorthin »Geboren-werden«.

Dabei muß ganz klar gesehen werden, daß die heutigen »Jungen« die vordem gestrigen »Alten« waren.
Und es muß dabei auch ganz folgerichtig erkannt werden, dass die heutigen »Alten« die morgigen »Jungen« sein werden.

Immer vorausgesetzt, daß diese heutigen »Alten« dann auch nochmals auf diese Erde kommen dürfen oder auch gar hierher noch einmal wiederkommen müssen.
Denn alles, was diese »Alten« hier einmal versäumten oder gar frevelhaft verfehlten, können diese nur hier auf dieser Erde auch wieder gutmachen - im gerechten Gesetze aller Wechselwirkungen.

Das wiederum müssen alle sich selbst auch ernst nehmenden »Jungen« bedenken, bevor sie über ihre Mit-Menschen, die »Alten« und andere richten und gar be- oder verurteilend herzufallen bereit sind. Denn sie alle waren gerade noch vor kurzer Erdenzeit die »Alten« von gestern.

Das Gleiche gilt natürlicherweise genauso für das Beurteilen der »Alten« über die »Jungen«. Denn auch die heutigen »Alten« waren vor kurzer Erdenzeit noch die »Jungen« von gestern auf Erden.

Auf dieser Erde handelt es sich zur Zeit ausschließlich nur um Wiedergekommene.
Alle zur Zeit auf Erden lebenden Menschen waren schon mindestens einmal hier und hatten bereits hier ein Erdensein gelebt.

Darum sind auch heute alle neuen, also die jungen Erdenbewohner nur Wiedergekommene, die alle zusammen und ausnahmslos auch für die gesamten Verhältnisse, die wir heute hier auf der Erde haben, in irgend einer Art schon immer mitverantwortlich waren.

Es müssen darum auch alle diese »Jungen« von heute sehr vorsichtig sein mit einer falschen Beurteilung ihrer eigenen, derzeitigen Stellung in diesem Gesamtgefüge von Ereignissen jetziger Prägung.

Denn sie alle haben das selbst und persönlich zuvor auch alles einmal mit geprägt und tragen daran oft einen großen Teil von Mitverantwortung, wenn nicht sogar eine große, belastende Schuld.

Alle wiedergekommenen »Jungen« durften und mußten zur eigenen rechten Fortentwickelung, zum Wieder-gut-machen eigenen falschen Wirkens zuvor - oder auch als »Strafe« wieder hierher geboren werden.

Hierbei sind die jeweiligen Erdenverhältnisse, in die sie hineingeboren wurden, gänzlich in den vollkommenen Gottesgesetzen verankert - und diese beinhalten auch den lebendigen Ausdruck von den jeweiligen Wechselwirkungen, die die absolute Gerechtigkeit dabei beinhalten.

Doch ein Wehe kommt über alle diese, wenn sie wiederum nur nach Eigenwollen und nach dem Eigengutdünken verfahren und sich und andere Mit-Menschen wiederum von dem rechten Wege zu allem Licht abtreiben lassen, durch ihre Ich-Sucht im Allein-herrschen-wollen hier auf Erden!

Soviel zunächst zu den »Jungen« - zu der jungen Generation. -

Bei der älteren Generation, bei den »Alten«, verhält es sich schon wieder ganz anders.
Diese gehen auf ihr persönliches Ende dieses Lebens auf Erden zu.

Wie jeder einmal geborene Mensch, werden sie in der normalen Folge auch die sein, die die Erde - als die nächsten an der Reihe seienden Menschen - wieder verlassen müssen.

Auch für die weiteren Wege danach gibt es ganz bestimmte Möglichkeiten für die jeweilige und ganz persönliche Weiterwanderung durch diesen Teil der Schöpfung.

Während sich der eine Mensch seinen Weg nach oben, in Richtung auf das Licht zu, in seinem rechten Erdenwandel »erarbeitet« hatte, reicht es bei einem größeren Teile der heutigen Erdenmenschen gar nur für den dann notwendigen, näheren Verbleib aus, nahe bei dieser groben Erde.

Sie alle, die dazugehören, werden darum auch zu den Erdgebundenen gehören. Wobei dann noch der weitaus größere Teil von diesen, sich in den dunkleren Niederungen dieser Nachschöpfung verlaufen kann.

Doch ein sehr großer Teil von ehemals Erdenmenschen genannten Erdenbewohner werden durch ihren zuvor gelebten, anmaßenden und selbstherrlichen Lebenswandel und ihre dabei auch persönlich gelebte Mißachtung gegen die vollkommenen Gottesgesetze, die auch in den

»Zehn Geboten Gottes«

allen Menschen zur Kenntnis kamen, sehr bald in den dunklen Regionen dieser Nachschöpfung eine neue und von ihnen allen damit auch gewollte »Heimat« finden müssen.

Fern von allem Licht !

Dort gibt es dann - wie in der gesamten jenseitigen Welt auch - kein »Jung« und »Alt« mehr, nach irdischem Bilde; denn dort gilt nur die persönliche Reife oder Unreife jedes Menschengeistes selbst - und nichts anderes gilt mehr.

Auch das vollzieht sich innerhalb der vollkommenen Gottes- oder Schöpfungsgesetze - ganz unbestechlich und ohne jede Möglichkeit von irdischer Vorteilssuche durch ein schlaues Erdensein mit dem überwiegend verdorbenen Erdenverstand, infolge der großen Erbsünde in der Verstandesherrschaft.

Und manch einem »Hochnäsigen« von heute kann es noch sehr leicht geschehen, daß er sich in einem auch für ihn notwendig gewordenen, kommenden, neuen Erdenseins genau dort einfinden wird oder auch einfinden muß, das ihn aber dann auch alles das gänzlich persönlich erleben läßt - als die »Selbsterfüllung« in der gerechten Wechselwirkung, - was er hier einmal verspottend oder verachtend - und als selbst geistig träge seiend - zu umgehen und zu bekämpfen vermochte.
Er muß dann dort vollverantwortlich an die Werke seiner eigenen Taten oder Untaten geistig gebunden weilen.

Darum ist »Jung« und »Alt« auch niemals als eine einseitige Generationsfrage zu verstehen.
»
Jung« und »Alt« sind lediglich nur die jeweiligen Beschaffenheitsformen des Erdenkörpers, der Erdenhülle eines sich auf seiner Wanderung befindenden Menschengeistes hier auf der Erde.
»
Jung« und »Alt« zeigen lediglich immer nur das Alter des jeweiligen dazugehörenden Erdenkörpers, der auch als eine Erdenhülle zu bezeichnen ist und die bei dem irdischen Tode abgelegt werden muß.

Jungsein ist kein Verdienst der »Jungen«. Und Altsein ist kein Verdienst der »Alten«.

Jung- und Alt-sein zeigt jedoch die lebendig wirkende Gnade Gottes, die einem Menschen zuteil wurde, indem er hier ein neuerliches Erdenleben führen darf - zwischen seiner Geburt und seinem Erdentode.

Und bei all diesem Aufzeigen muß auch folgendes noch ganz genau beachtet werden:

In manch einem jungen Körper kann ein geistig träger Menschengeist stecken.
Und in manchem alten Körper kann sich ein junger, geistig freier Menschengeist befinden.

Alle diese Auswirkungen gehen heute durchaus nicht mehr harmonisch Hand in Hand miteinander. Denn daran hat auch das falsche Menschentum auf dieser Erde schon zu einseitig alles nach den Niederungen, den dunklen Regionen hin durch die Überbewertung verbogen Erdverstandes gerichtet.

Das geschah jedoch Immer durch die überwiegend vorherrschende Gottlosigkeit in allen irdischen Bereichen und in den jeweiligen Handlungen dazu.

Nur in dem Lichte der Wahrheit kann ein Weg gefunden werden zu den befreienden Erkenntnissen, die allesamt dann aber durch die ehrlichen und geistig gewollten Taten der Erdenmenschen unbedingt auch zu befolgen sind auf allen weiteren Wanderungen durch diese herrlich Schöpfung.

Denn bei Kenntnis aller Schöpfungsgesetze und deren wirklicher Befolgung für ein gemeinsames Wirken aller, kann es niemals mehr ein Verirren - hin zu dem Bösen - geben.

Und darin müssen sich nun heute alle Menschen - ob »Jung« oder »Alt« - in dieser Zeit, auf dieser Erde erfolgreich bewähren.

Denn auch bei allen diesen Menschen handelt es sich nur um Wanderer, um Kreaturen, die durch diese herrliche Schöpfung ihren persönlich gewählten Weg, hin zu ihrer eigenen, persönlichen und damit geistigen Vervollkommnung gehen müssen, wollen sie nicht verlorengehen für alle Ewigkeit.

H. K. B.

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Überarbeitet im Juni 2004 - Januar 2010


© by Horst Karl Brotzki 2000-2010

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