Was sind Sie denn von Beruf ?
Immer wieder werden erwachsene Erdenbürger nach ihrem Beruf, ihrem beruflichen Werdegang befragt.Es scheint eine sehr wichtige Frage zu sein. Vor allem auch auf Ämtern und bei Behörden wird diese Frage oft gestellt. Damit werden dann Aktenfragebögen ausgefüllt oder auch ergänzt.
Auf dem Arbeitsamt muß diese Frage sogar ganz zielstrebig gestellt werden. Die dortigen Amtspersonen müssen doch erfahren, um welche Art von Beruf und um welche Arbeitssuche es sich bei dem Amtsbesucher handelt. Damit kann dann das Anliegen eines arbeitssuchenden Bürgers günstig bearbeitet werden.
Dort auf dem Amt ist die Frage: »Was sind Sie denn von Beruf?«, eine klare Sachfrage, und diese ist auch überwiegend von irdisch einfacher und damit auch von natürlicher Bedeutung.
Ganz anders verhält es sich jedoch, wenn diese Frage von ganz anderen Personen und auch zu den verschiedensten Gelegenheiten gestellt wird.
Hierbei macht dann meistens auch der »Ton« die »Musik«.
Sehr vielfältig sind die Betonungen von den Fragenden bei dieser Frage: »Was sind Sie denn von Beruf?«.Sehr häufig kommt in diese Frage auch noch ein begleitender Unterton mit hinein: »Was sind Sie denn »schon« von Beruf?«.
Hierbei kommt das gewollte Abwägen einer Wertigkeit zwischen dem Fragenden und dem Befragten ganz zielstrebig und derart auch gewollt mit in diese Fragestellung hinein.
Der Fragende hat hierbei in den meisten Fällen auch tatsächlich einen »wertvolleren« Beruf - jedenfalls nach seiner eigenen Meinung.Es kann überhaupt sehr gut festgestellt werden, daß sehr gerne von den sich selbst überheben wollenden Fragenden eine Art von »Überheblichkeit« mit eingebracht werden soll.
Denn sie selbst halten sich selbst mit ihrem Beruf für die wertvolleren Zeitgenossen - auf die es ankommt. Die Befragten halten sie meistens nur für minderwertig.Es werden für diese Fragestellungen auch gerne solche Personen ausgewählt, die ohnehin in den Augen der Fragenden schon von vornherein als »minderwertiger« beurteilt werden sollen.
Ein gewolltes Wertigkeits-Abwägen findet darum dabei tatsächlich immer statt.Diese so als Beispiel angeführten Möglichkeiten mit einer gewollten Betonung dieser Frage nach dem Beruf sind erst möglich geworden durch die unerhört zugenommene Verstandesherrschaft unter allen Erdenmenschen.
Dieses geschieht nicht zuletzt durch das immerfort noch sehr stark zunehmende »Überstudieren« ganzer Massen von jungen Menschen!
Damit werden diese in der Überzahl erst zu »Gehirnkrüppeln« gemacht - und in ihrem wahren Menschsein dadurch stark behindert!Gleichzeitig nimmt aber auch der für das Menschsein so gefährliche Dünkel zu.
Der besonders erst durch die verschiedenen »Einbildungen« der damit behafteten auch sehr verhängnisvoll gefördert wird.
Sie alle studieren ja auch nicht in erster Linie, um wirkliche, wahre Menschen in dieser Schöpfung, in dem Sinne der vollkommenen Schöpfungsurgesetze werden zu wollen.
Nein, - sie alle studieren, um hier auf Erden nach ihren Sinnen »erfolgreich« sein zu können - ganz im Sinne ihrer Väter und Vorfahren. Ganz materiell und überwiegend rein irdisch - grobstofflich.
Dabei gibt es in der Tat nur sehr seltene Ausnahmen von Menschen, die sich noch besonnen haben und einen Weg in die wahrhaft lichte Richtung eingeschlagen haben. -Alle diese Erscheinungsformen bei einem derart Fragenden sind immer vom Verstande »beherrscht«. Auch sind diese so Fragenden absolut erdgebunden, und ihre Fragen sind darum auch als minderwertig zu betrachten. Sie sind sogar in vielen Fällen als primitiv aufzufassen und zu beurteilen - so in dem Lichte der vollkommenen Schöpfungsurgesetze gesehen.
Dünkel ist zu allen diesen Fragestellungen die eigentliche Triebfeder, und diese Triebfeder ist damit auch dem Dunkelstreben verbunden.
Denn ein derart beurteilter oder auch gewollt abgeurteilter Mensch, wird doch in seiner tatsächlichen Ganzheit als eine geistige Persönlichkeit gar nicht erkannt werden können.
Das wahre Erkennen der befragten Person ist leider nur in ganz seltenen Fällen ehrlich von dem Fragenden auch wirklich gewollt.Dazu wäre viel mehr Einsicht in eine Ganzheit wirklich geistigen Lebens vonnöten. Denn der wirkliche Beruf eines Menschen muß von wahrer, geistiger Beschaffenheit sein. Und das heißt aber auch: wirklich ein Mensch zu sein, mit allen seinen geistigen Anlagen.
Diese Anlagen sind aber niemals nur in einem irdischen Berufsbild mit dem irdischen Gehirn zu erfassen.
Doch in verheerender Weise wollen immer gerade diese so Fragenden sich überheben über ihre Mitmenschen, die sie damit auch verhängnisvoll zu unterdrücken versuchen.Anhänger der Verstandesherrschaft wollen immer die Menschen, die noch echte geistige Fähigkeiten in sich tragen und die diese Fähigkeiten auch wirklich besitzen, sich völlig unterjochen, durch Unterdrückung - so, wie bei der Leibeigenschaft vergangener Zeiten - heute aber in dieser modernen Form jetziger Verstandesherrschaft.
Darin zeigen sich heute auch die verübten, großen und kleinen Verbrechen des ausgeführten Rufmordes an den zum Lichte strebenden Menschen auf dieser Erde.
Der heutige Gesamtzustand zeigt damit in aller Deutlichkeit auch den verheerenden geistigen Tiefstand unserer Menschengesellschaft ganz eindeutig auf.Nun werden sich erst noch alle Folgen davon zeigen müssen, die sich durch ein solch falsches Abwägen der Mit-Menschen in den Wechselwirkungen dabei bilden mußten.
Und in den damit einhergehenden Zerfallserscheinungen werden alle gleichen Handlungen auch ganz klar als vergangenes falsches Handeln erkannt werden, um dann »zu Bruch« gehen zu müssen in der Zersetzung, durch die große Reinigung.
Ein neues Sinn-Ziel ist gefordert. Damit sich endlich auch auf dieser Erde nicht mehr Machtgier, falscher Existenzkampf oder Übervorteilung mit allen üblen Begleiterscheinungen weiterhin »berufsmäßig« noch ausbreiten können.
Dazu müssen wir endlich echte Menschen werden, die dabei wirklich im Dienste des Höchsten lebendig stehen.
Um dann als solche - auch auf dieser Erde und mit dem wahren »Mensch-sein-Beruf« - paradiesische Verhältnisse schaffen zu können.Und alles das ganz ohne:
»Was sind Sie denn von Beruf ?«
Doch die heute immer noch so Fragenden haben nicht selten dabei auch einen mitleidsvoll sein sollenden Blick auf die derart - oft höhnisch - Befragten gerichtet.
Dabei tragen die meisten von diesen so Fragenden tatsächlich »Scheuklappen« an ihren geistigen Augen, und diese tragen sie mit der Angst vor der lichten Wahrheit.Sehr viele von Ihnen tragen sogar ein dickes »Brett« vor ihrem Kopfe.
Selten sind diese darum wirklich imstande, auch Gleichwertiges auf Erden erledigen zu können, zum Wohle einer rechten Menschengesellschaft, was die von ihnen derart Befragten jedoch mit Leichtigkeit zu erledigen fähig geworden sind.Wir müssen endlich den Begriff »Beruf« richtig verstehen lernen, um dann auch als wahre Menschen auf Erden richtig wirken zu können!
Nur vom Geiste her muß endlich alles bestimmt werden, um damit auch den Beruf »Mensch« auf Erden als einzig wahre Berufung erfüllen zu können.
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H. K. B.
Überarbeitet im Juli 2004 - 2010
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