Dann aber privat


Vor einiger Zeit erhielt ich einen Telefonanruf. Jemand rief an, um sich für einen Besuch bei uns anmelden zu wollen. Nach der gegenseitigen Terminabsprache sagte der Anrufer: »Dann komme ich aber privat.«

Weil solch ein Hinweis auf »privat« bisher bei mir noch nicht in dieser Form gemacht wurde, wurde ich nachdenklich und ich entschloß mich, dazu einmal folgende Zusammenhänge aufzeigen zu wollen.

Nur auf der Erde gibt es einen solchen Begriff von »privat«.
Privat soll ausdrücken, daß hierbei ein Treffen ohne die sonstigen, noch irgendwie mit einer Person zusammenhängenden anderen Umstände, ohne die Verbindung zu verschiedenen anderen, persönlichen  Gegebenheiten, stattfinden soll.
Alles soll sich in dem »privaten Rahmen« bewegen - in einem »privaten Raum«.
Darum ist auch der Ausdruck »Raum« für den Begriff »Rahmen« noch treffender in seiner Aussagekraft.
Es wirken dabei aber tatsächlich beide Begriffe, sich ergänzend, zusammen.

Wenn es also einen privaten Rahmen in einem privaten Raum gibt, so muß es auch noch andere Rahmen in anderen Räumen geben können.
Das wäre dann z.B. ein Raum für das
geschäftliche Verhalten von Personen in ihrem geschäftlichen Rahmen.

Mit diesen verschiedenen Trennungen, von dem einen irdischen Wirken zu einem anderen irdischen Wirken von Personen, sollen Grenzbereiche für den Umgang mit den verschiedenen Verantwortlichkeiten festgesetzt werden. So z.B. bei privatem und geschäftlichem Wirken.

Und es muß doch auffallen, daß es in der Tat wirklich auch die unterschiedlichsten Verhaltensweisen von Personen gibt, die sich nach diesen unterschiedlichen Gegebenheiten von Einteilungen »ergeben«, damit diese dann dementsprechend, in der Verbindung dazu, in die irdischen Taten umgesetzt werden können.

Nun ist es jedoch in der langen Menschheitsentwickelung leider dazu gekommen, daß heute in diesen verschiedenen Bereichen des Menschenwirkens mit diesen ganz unterschiedlichen Gegebenheiten falsch gewirkt und gearbeitet wird.

Ursächlich ist der Erdenmensch dazu verpflichtet, sich selbst nur nach den reinen und klaren Schöpfungsurgesetzen
in all seinem Schaffen und Wirken freiwillig richten zu müssen, wenn er wirklich erfolgreich sein will.
Dazu muß er allerdings diese Schöpfungs- oder Naturgesetze auch lückenlos erkennen können, um mit seiner gewonnenen Erkenntnis darin dann nur noch zu seinem und der ganzen weiteren, ihn umgebenden Schöpfung zum Allgemein-Wohle dienlich sein zu können.
Und das gelingt nur in der
hemmungsfreien Befolgung aller Gottes-Gebote, die auch Schöpfungsgesetze genannt werden können.

Und darin liegt der Wunde Punkt auf diesem Erdenrund.
Denn der überwiegende Teil aller Menschen verhält sich
nicht den geforderten Schöpfungsgesetzen entsprechend auch verantwortungsbewußt und damit gewissenhaft in dem Schaffen und Wirken zum Wohle eines Ganzen.
Die Menschen wechseln immer wieder ihre Ansichten und Überzeugungen, ganz ihren persönlichen Wünschen und Hoffnungen entsprechend, in diesen Bereichen zwischen privat, geschäftlich und anderen Umständen, den verschiedenen Räumen entsprechend.
Dabei ist nicht ihr Hauptanliegen, nun
alles auch im Lichte von Wahrheit betreiben zu wollen.
Nein, es wird überwiegend das Maß für die
eigene Vorteilssuche dabei zugrunde gelegt.

Diese falsche Form eines Schaffens und Wirkens von Menschen auf Erden hat es erst ermöglicht, daß sich heute die verheerenden Bilder eines unschönen Zustandes auf unserer Erde zeigen mußten, die wir täglich nun auch sehen und erleben müssen.

Schauen wir uns doch einmal die unterschiedlichen Zustände des Wirkens von Personen an.
Da gibt es die Geschäftsleute, die als knallhart bekannt sind und die damit in eine gewisse Art von Verruf geraten sind.
Privat stellen sie sich jedoch immer ganz anders dar. Privat sind sie oft beliebt und gern gesehen.
Auch hierbei gilt bei den beteiligten Personen das Wort von »Geschäft ist Geschäft« und »privat ist privat«.
Aber hierbei wird mit zweierlei »Gewissen« gearbeitet und gehandelt. Einmal
geschäftlich und einmal privat.

Dann gibt es Menschen, die als Geschäftsleute wohl beliebt sind, dafür jedoch als Privatpersonen nicht besonders anerkannt und beliebt sind.
Hierbei muß die Gesetzmäßigkeit aller Wechselwirkungen ganz klar erkannt werden. Es wird hierbei immer nur der gleichen Art möglich sein, Werte oder Unwerte erkennen zu können.
»Unwerte« Menschen würden auch in anderen »unwerten« Menschen, bedingt durch die Gleichart, die ihrer Art entspricht, immer auch »
vorbildliche Personen« erkennen wollen.
Dazu bestehen viel Misch- und Sonderformen der Arten des verschiedenen Wirkens von Erdenmenschen, ganz nach dem gewollten Einsatz des eigenen Gewissens aller beteiligten Personen.

In allen diesen Fällen wird jedoch ein »Doppelleben« geführt. Und dazu wird dann das zweifelhafte Vorhandensein von zwei möglichen Gewissenzuständen sich und anderen vorgegaukelt.
Das ist jedoch in den Schöpfungsgesetzen sehr verhängnisvoll.
Denn tatsächlich findet in allen diesen Fällen nur eine tägliche, sich immer wiederholende  Maskerade statt.
Es werden bei diesem Wirken immer wieder nur die Masken gewechselt. Je nach der »Bedürftigkeit« für die verschiedenen Vorhaben der Personen selbst.
Die verschiedenen Vorhaben und gewollten Absichten bedingen dann hierzu die unterschiedlichsten Masken. Heute haben diese Masken überwiegend das fratzenhafte »Gesicht« von irdischer Vorteilssuche mit allen ihren sehr verhängnisvollen Begleiterscheinungen.

Und dementsprechend wurden und werden auf Erden auch die dazu »notwendigen« juristischen Gesetze geschaffen.
Dabei wird für die unterschiedlichen Bereiche jeweils auch ein Sonderstatus eingerichtet, zuerkannt und gesetzlich dann irdisch verankert.
Das für jeden Menschen
notwendige Gewissen für alle seine Handlungen ist dabei nicht bedingungslos vorgesehen. Darum kann dann mit diesen irdischen Gesetzen noch geistig einfach denkenden und rein empfindenden Menschen, die ihr Erdensein mit ihrem Gewissen gestalten wollen, sehr großer Schaden zugefügt werden.
Das geistig sein sollende Gewissen scheint überwiegend für die heutige irdische Rechtsprechung nur ein hinderlicher Ballast zu sein.
Irdische Gesetze werden von Menschen gemacht. Darum sind diese Gesetze auch
mangelhaft.
Jedoch müssen auch von Menschen gemachte Richtlinien und irdisch verbindliche Gesetze
unbedingt in der harmonischen Verbindung zu den ewigen Schöpfungsurgesetzen geformt und geschaffen werden.
Denn
alle Menschen, auch Fachleute, Spezialisten und Experten, sind vor dem Höchsten verpflichtet, sich ausschließlich nur nach diesen Geboten Gottes richten zu müssen.
Hierbei gelten »privat«, »geschäftlich« oder »dienstlich« nicht das, was damit meistens auf Erden vorgemacht werden soll, um damit sogar
unterdrückend tätig sein zu können.

Denn auch hierbei, bei der Schaffung von irdischen Rechtsnormen und der Gesetze, müssen mit dem eigenen Gewissen jeder einzelnen daran beteiligten Person, diese geistig zu verantwortenden Be- und Entschlüsse auch gewissenhaft und verantwortungsbewußt in einem höheren Sinne erarbeitet und geschaffen werden.

Der Ausspruch: »Dann aber privat« ist eine von Erdenmenschen gebildete Form für die Art ihres persönlichen Erdenwirkens. Es ist ein Rahmen und auch wiederum ein Raum des persönlichen Wirkens und Schaffens.
Nun lassen Menschen aber noch andere mögliche Formen ihres Erdenwirkens zu.
So z.B. »geschäftlich«, »dienstlich«. »im Auftrage« und andere mehr.

Das ist gewiß auch gut so und rechtens, wenn in diesen Bereichen nur nach den ewigen Schöpfungsgesetzen gelebt werden würde. So wären es auch tatsächlich vorbildliche »Freiräume« für ein freies, frohes und friedevolles Wirken aller Menschen selbst und würden damit zum echten und ständigen Schöpfungsausbau auch in diesen Bereichen der großen Schöpfung beitragen.

Vor den Gesetzen des Höchsten haben aber diese vom Menschensinn, meist auch noch in Schläue für ihr Erdenwirken geschaffenen »Wirkens- und Tätigkeitsnormen«, in ihren »Freiräumen« nicht den Wert, den die Menschen dabei anstreben und erhoffen.
In der großen Schöpfung ist der Mensch aber
immer ganz das, was er im Irdischen in diesen unterschiedlichen Räumen seines Schaffens mit »privat« bezeichnet. Privat heißt auch, das Persönlichste eines Menschen betreffend.
Vor den Gesetzen Gottes ist er
immer und ewiglich ein »Privater«. Einer, der gänzlich mit allen seinen Regungen für alles selbst voll verantwortlich ist, für alles, was er mit seinem freien Wollen bewegt und schafft.
Jeder Gedanke, jede einzelne Regung, alles von ihm persönlich Ausgehende untersteht ständig dem Gesetze aller Wechselwirkungen, dem richtenden Gottesschwerte, dem Heiligen Worte aus den himmlischen Höhen.
Mit den
falschen Anwendungen aller von Erdenmenschensinnen geformten »Freiräume« haben sich die Menschen selbst auf Erden sehr viele »Mördergruben«, die mit ihren widerlichen Fangwurzeln in der Finsternis verankert sind, geschaffen.
Zu diesen »Freiräumen«, die mit Menschensinn geschaffen wurden, zählen alle so erst möglich gewordenen Räume mit ihren
falsch bindenden Rahmenbedingungen für das menschliche Wirken auf Erden. So z.B. »privat«, »geschäftlich«, »dienstlich«, »im Auftrage von«, »intim« und manche weitere.

Und in diesen Freiräumen, zu denen auch ganz besonders die vielen Amtsstuben und viele Büros gehören, wurde seit langer Zeit - immer auch unter dem Schutze von »geschäftlich« - so manches Unheil für manchen gutgläubigen Mitmenschen ausgebrütet und dieses dann als ein sehr übles Urteil über ihn verhängt.

Auch die verheerenden Formen des heutigen, zerstörerischen Mobbings gehen aus manchen dieser Räume hervor.
Doch sind es nicht die Räume
selbst, die dieses erzeugen; sondern es sind die darin tätigen Menschen mit ihren lichtfeindlichen Handlungsweisen, die solcherart Tätigkeiten so ganz »nebenbei« noch miterledigen.

Durch das Wirken von Menschen wurden erst diese geschaffenen »Freiräume«, die Büros sehr oft zu Brutstätten der Finsternis.
Nur darin können Aktenlagen entstehen, die jede Würde der
zum Licht strebenden Menschen verheerend und erniedrigend mißachten sollen.
Und die damit
nur dem luziferischen Trabantenunwesen auf Erden immer wieder noch die Kraftzufuhr und die weitere Einflußnahme ebnen helfen.

Darum ist es so sehr wichtig, daß alle Menschen ganz klar für sich erkennen müssen: es gibt uns Menschen in der ganzen Schöpfung nur privat, nur ganz persönlich. Eine andere Form existiert vor den Schöpfungsurgesetzen nicht.
Nur auf Erden haben sich manche Menschen Freiräume geschaffen, die sie dann zum Mißbrauch, wegen ihres Hanges zur
irdischen Vorteilssuche und anderer »Gemeinheiten«, verwenden wollen.
Damit lehnen sie sich aber gegen die Vollkommenheit des Schöpferwillens auf.
Sie betreiben damit ganz offensichtlich eine
gewollte Mißachtung der Gebote Gottes.
Denn auch sie alle sind
verpflichtet, den Herd ihrer Gedanken rein zu erhalten, und das in jedem Raume, damit Frieden zu stiften und das Tor für echtes Glück und das Wohlbefinden für alle Menschheit gänzlich offen zu erhalten.

Darum ist ein ernstes und auch ein wirklich gewolltes Nachdenken über dieses Thema von allergrößter Wichtigkeit, um dadurch dann auch hierin wieder die rechten Wege einschlagen zu können.

So wird mancher Betreiber von falsch geführten »Räumen«, von Büros und Amtstuben vielleicht noch zu einer rechten Einsicht kommen können, und es kann ihm erspart bleiben, dem weiteren Sturz in den Abgrund des eigenen Falschwollens folgen zu müssen.

Es muß auch hierin alles auf Erden wieder im »Lichte der Wahrheit« schwingen.
In
der Wahrheit, die uns von oben gegeben wurde.

Und es wurde uns auch zugerufen:

»Löse Dich von allem Dunkel!«

Das gilt für uns alle.
Nur in der
tatsächlichen Befolgung, das ernsthaft in dem täglichen Lebensablaufe zu erfüllen, wird uns die geistige Befreiung in allem irdischen Wirken werden können.
 

Horst Karl Brotzki

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Überarbeitet im Juli 2004 - Januar 2010
 


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