Das ist doch unmöglich



In manchen, empört sich zeigen sollenden Äußerungen eines Menschen wird gesagt: »Das ist doch unmöglich!« Dieser Ausspruch ist von dem Vortragenden immer mit einer gehörigen Menge an Empörung verbunden.
Mit ganzem Nachdruck soll damit zum Ausdruck gebracht werden, daß die so sprechende Person mit dem damit in Zusammenhang stehenden Sachverhalt nicht einverstanden ist.

Doch leider werden dieser Satz, diese Aussprache: »Das ist doch unmöglich!« oder ähnliche Sätze ganz falsch verwendet. Sie sind eigentlich »lügenhaft«.
In den seltensten Fällen wird damit tatsächlich ein Vorgang bezeichnet, der »nicht möglich sein kann«.
Ganz im Gegenteil, es wird damit ein Vorgang angesprochen, der tatsächlich möglich ist. Der sogar bereits geschehen ist. Womit auch ganz offensichtlich bewiesen wurde, daß es doch möglich war, solches zu machen.

Das liegt an dem verheerenden Zustand des heutigen Umgangs mit der Sprache, dem menschlichen Wort; es liegt an dem falschen »menschlichen« Umgang mit der Sprache untereinander.

Es wird auch gesprochen: »Ich habe mich schrecklich gefreut.« »Das ist ja furchtbar aufregend.« »Es war teuflisch schön.« »Es hat tierisch geschmeckt« - und viele, viele andere »Reden« mehr, die durch derartige Verbiegungen unsere ursprünglich reine Sprache verheerend verderben.

Zur Zeit nimmt auf dieser Erde die Erstarrung darin ständig immer mehr noch zu. Darum ist auch heute schon das reine geistige gegenseitige Verstehenkönnen aller Menschen mit- und untereinander sehr erschwert. Auch darin nimmt die irdische Erstarrung verheerende Formen an!
I
n den obigen Beispielen ist auffällig, daß gerade das Gegenteil dieser Aussage mehr der Wahrheit entspricht als dieser Ausdruck: »Das ist doch unmöglich!«

Eigentlich will eine so sprechende Person zum Ausdruck bringen, daß ihr etwas an dem angesprochenen Sachverhalt nicht gefällt; daß sie es sogar als falsch erachtet, was dort geschehen, veröffentlicht oder sonstwie gemacht wurde.

Darum müßte sich ein so argumentierende Sprecher ganz anders in seiner »Verlautbarung« verhalten.
Er wäre sogar verpflichtet, seine Satzbildung der Wahrheit entsprechend anders und damit richtiger zu formulieren.
Denn wenn er richtiger sprechen würde: »Dieses oder jenes gefällt mir nicht«, so müßte er die näheren Umstände dazu auch einfach und deutlich erläutern und erklären können.
Spricht er gar: »Dieses oder jenes ist falsch!«, so ist er verpflichtet, dieses ganz genau der Wahrheit entsprechend auch richtig zu begründen.
Nur bei rechter Befolgung dieser Tatsachen wird es ein förderliches Miteinander im Sprachgebrauch unter den Menschen auf Erden geben können.
Ansonsten droht immer die folgen müssende Zersplitterung durch unwahr hingestellte »Meinungen«.

Es müssen immer alle gesprochenen oder geschriebenen Sätze wirklich der Wahrheit entsprechend formuliert und geäußert werden. Ansonsten sollte man sich nicht der Sprache mit dem falschen Wortgebrauch bedienen.
Jede falsche Anwendung der Sprache und damit auch des Menschenwortes ist ein Mißbrauch der Gotteskraft aus der Höhe.
Die Kraft, die wir alle verwenden, ist immer vorhanden. Sie ist auch allen anderen Kreaturen in der ganzen Schöpfung in der ihnen eigenen Beschaffenheit zugänglich.
A
lle Menschen können diese für sie bestehende »neutrale Hauptkraft« ganz nach ihrem Belieben verwenden, aufgrund ihrer »geistigen Herkunft«.
Jedoch tragen alle Menschen daran die volle geistige Verantwortung für die von ihnen bevorzugte Art ihrer Verwendung dieser Gotteskraft in allen ihren Tätigkeiten für sich selbst ganz allein.
Alles, was wir machen und unternehmen, ist nur mit dieser Kraft machbar.
Darum tragen wir für die Art und die Form ihrer Verwendung beim Umgang mit unserer Sprache auch die uneingeschränkte Verantwortung vor dem Spender dieser Kraft. Und das heißt: vor dem Schöpfer aller Dinge, vor Gott, dem Herrn.

Wenn wir nun aber diese Kraft in unserer Sprache falsch verwenden, so wird auch die Folge davon keine gute sein können. Alle Handlungen werden dann zu gottlosen, verantwortungslosen, verstandeskrüppelhaften Aktionen.
Und es ist diese vorhandene Mißachtung einer persönlichen geistigen Verantwortung, aus der die Erstarrung durch alles Falschwirken der Menschen auf Erden erst entstehen konnte.
Durch dieses gelebte geistige Versagen aller Menschheit entstanden diese heutigen verheerenden Formen von verhängnisvollen Erstarrungen aus allem falschen Menschenwirken auch durch den falschen Umgange mit dem WORT.

Die Erdbewohner merken sofort nichts davon. Sie wollen dieses auch gar nicht wahrnehmen. Die große heutige geistige Trägheit aller Menschheit - als ein sichtbares Merkmal dieser Erstarrung - will das nicht zulassen.
Denn sie leben in dieser Erstarrung »selbstbefriedigt« und erleben alles für sich als ganz »normal«.
Und dieser fatale »geistige Größenwahn« der Menschen bestimmt in dieser Erstarrung heute auch selbst, was als »normal« zu gelten hat und was sich diesem, ihrem »Scheingebäude« dementsprechend einzufügen hat.

Nur wenn ihnen einmal ein Überblick vom wahren OBEN gewährt werden könnte, so müßten auch sie erkennen, wie anders es heute leider auf Erden ist im Vergleiche zu allem Wirken in den lichten Höhen - ohne diese schweren Stofflichkeiten mit ihren falschen irdischen Verstandeswelten aller Gehirnkrüppel.
Dort gibt es keine Erstarrung. Dort ist alles tatsächliches, harmonisches und in den Gesetzen Gottes schwingendes Geistesleben. Es wurden aber diese uns umhüllenden Stofflichkeiten tatsächlich erst durch das Falschwirken aller Menschheit derart verdichtet, daß nunmehr eine große Erstarrung die Folge davon sein mußte.
Und in dieser zunehmenden Erstarrung befinden wir uns heute alle gemeinsam auf dieser Erde.
Alles ist auf Erden seit Jahrtausenden immer noch zunehmend geistloser geworden, weil Erdenmenschen sich nicht geistig und damit persönlich überzeugt in die Schöpfungsgesetze einfügen wollten.

Wollen wir diese Erstarrung heute noch durchbrechen, um wieder mehr Raum für das Licht aus himmlischen Höhen tatsächlich erreichen zu können, so müssen wir alle dafür etwas tun.
Wir müssen es endlich lernen, wieder geistig als Empfindungsmenschen hier auf Erden wirklich leben zu können, um zum rechten Wohle eines GANZEN auch segensreich zu wirken.

Darum müssen alle Menschen endlich auch den richtigen Sinn in ihrer Sprache, der Menschensprache in dem Menschenwort auf Erden wieder wahrhaft erkennen lernen.
Denn keiner darf ungestraft mit seinem Menschenwort derart liederlich weiterhin verfahren, wie oben in Beispielen geschildert wurde.

Doch wo sind die Menschen zu finden, die auch darin echte Wahrheitssucher sein wollen?

Vielleicht kann ja wirklich einmal gesagt werden: »Das ist doch möglich!«
 

H. K. B.

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Überarbeitet im Juli 2004 - Januar 2010


© by Horst Karl Brotzki 2000-2010

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