Der verlorene Sinn


Wenn für etwas der Sinn verloren gegangen ist, dann ist es dafür sinnlos geworden. Darum suchen auch heute immer noch unzählige Menschen nach dem Sinn ihres eigenen Lebens, weil dieser Sinn für sie verloren ging.

Doch von »Sinnlosigkeit« kann in der heutigen Zeit nicht gesprochen werden.
Wenn es bei Menschen sinnlos zugeht, dann verfällt das Erdenmenschliche ersatzweise in die begierliche »Sinnlichkeit«. Und das auf allen irdischen Gebieten ihres Wirkens.
Das ist das heutige Merkmal der Erdenmenschen, das gekennzeichnet ist von ihrem gelebten, unerhörten Rausch aller ihrer Sinne.
Es ist doch gerade der heutige »Sinnenrausch«, der die ganze Menschheit erfaßt hat und den alle Welt der heutigen Menschen ganz zielstrebig mit allen ihren überwiegend vom Gehirn geforderten verstandlichen Mitteln und Methoden anstrebt und verteidigt.

Gigantisch groß ist das heutige Feld des Sinnenrausches auf Erden.
Auch das ist eine verheerende Spätfolge der einseitigen Verstandesherrschaft aller Menschen auf dieser Erde.

Zum Sinnenrausch gehören alle Äußerlichkeiten, die rückwirkend die Seelen durch verstandliche Überreizung ihrer Gehirne zum irdischen Rausche verführen.
Alles, was mit den Sinnen wahrzunehmen ist, kann in seinem einseitig zu groß gewordenen Genuß sehr leicht zu einem Rausch der Sinne verführen.
Das ist das auffällige Merkmal in unserer heutigen Zeit. Viele der heutigen Erdenmenschen halten das jedoch schon für ihr lebendiges und geistig rechtes Erdenwirken. Dabei wird allerdings der Sinnenrausch irrtümlich mit geistiger Lebendigkeit verwechselt und leichtfertig schon für eine rechte Erfüllung ihrer Erdenaufgabe angesehen.

Es wird allerdings diese Art der Menschheit in die von der Erde ausgehenden und von den anhängenden Menschen im gleichartigen Jenseits aufgebauten, schier unersättlichen »Sinnenrausch-Ebenen« der tieferen Regionen, nach ihrem Abscheiden von der Erde aufgesaugt werden.
Dorthin werden sie ganz gerecht in ihrer selbst gewollten »Sinnlosigkeit dem wahren Leben gegenüber« für alle Ewigkeit versinken müssen. -

Sinne haben immer etwas mit Reiz zu tun. Und durch Überreizung der Sinne gelangen wir in den Zustand eines Sinnenrausches.
So ist es z.B. bei dem zu großen Genuß von Alkohol. Auch bei allen sonstigen Völlereien und Sinnengenüssen besteht die große Gefahr eines Rausches über die irdischen Sinne.
Es ist also, so gesehen, heute nicht von Sinn(en)losigkeit auf Erden zu sprechen.

Und dennoch leiden heute viele Menschen an dem für sie verlorenen Sinn ihres Seins auf Erden.
Sie leiden heute an einer persönlich erkannten Sinnlosigkeit, für die sie keine wahren Erklärungen mehr haben können.
Denn der angesprochene Sinn hat mit dem innersten Kerne des Menschen zu tun. Und dieses innere Bewußtsein, dieses geistige ICH, schreit nach Befreiung aus diesen einmal selbst angelegten irdischen »sinnlosen Fesseln« des einseitigen, irdischen Verstandeswirkens hier auf Erden.
Die Seele möchte endlich wieder die Freiheit atmen, die sie benötigt für die eigene, geistige Entwickelung ihres persönlichen ICHs, dem Geisteskerne, in diesem Schöpfungsteile.

Durch diesen inneren Druck erkennen heute viele Menschen keinen rechten Sinn mehr in ihrem täglichen Wirken und Schaffen hier auf Erden.
Darum wollen sie auch den heutigen auf Erden gemachten, einseitigen Sinnenrausch, der nur noch in puren Äußerlichkeiten besteht, nicht mehr als den wahren und einzigen Sinn ihres Erdenlebens verstehen.

Hierbei hilft nur noch die echte Suche nach der Wahrheit - die wahre Suche nach Gott.

Nur der Mensch, der in sich noch ein kleines Gespür für diesen einmal gewesenen anderen Sinn lebendig erhalten konnte und diesen nun wirklich noch lebendig machen kann, wird heute noch zu einem wahren Wahrheitssucher werden können.
Die Menschen, die das nicht mehr vermögen, werden mit und in ihrem irdischen Sinnenrausch und mit allen verhängnisvollen Folgen für sich und ihresgleichen für den weiteren Ausbau dieser Schöpfung als nicht mehr tauglich verloren gehen müssen.

Vielleicht hat dieser Teil der Menschheit aber auch noch niemals den wirklichen und einzig wahren Sinn ihres Seins in dieser herrlichen Schöpfung recht erkennen wollen.
Auch alle diese Menschen müssen nun einmal endgiltig ernten, was sie immer wieder neu gesät hatten.

Um diesen heute nun bestehenden großen Gefahren aller von Menschenhirnen und von Menschenhand auf Erden vorbereiteten Katastrophen wirklich entgehen zu können, bedarf es der echten Wahrheitssuche, die gleichbedeutend ist mit wahrer Gottsuche in den bestehenden unabänderlichen Schöpfungsgesetzen.

Nur in der von den Erdenmenschen freiwillig und bedingungslos gelebten Erfüllung der von ihnen wirklich erkannten Wahrheit wird sich auch wieder mehr Licht über diese Erde zum Wohle eines neuen, künftigen reinen Wirkens aller Menschheit hier verwirklichen lassen.

Um das alles für sich selbst besser erkennen zu können, sind diese Hinweise hier gegeben.
Gehen muß jedoch jeder Erdenmensch seinen Erdenweg ganz allein und in eigener gewissenhafter Verantwortung.
Das vermag ihm niemand anderes abzunehmen.

Es müssen jedoch die Erdenmenschen, die den wahren Sinn ihres lebendigen Seins im »Lichte der Wahrheit« wieder finden durften, sich gegenseitig wahrhaftig irdisch fördern und stützen in diesen schweren Zeiten.

Denn es liegt das gesamte Wohl zum wahren Aufstieg oder zum Untergang dieser Erdenmenschheit nur an dem eigenen gewissenhaften oder an dem gewissenlosen Verhalten jedes einzelnen Menschen selbst.

Darum ist der persönliche Kampf jedes wahren Menschen, sich nur noch für das rechte und wahre persönliche Wirkenwollen hier auf Erden einsetzen zu wollen, von ganz entscheidender Wichtigkeit für alle Zukunft.
Die dazu von jedem einzelnen Menschen geforderte innere Kraftentfaltung ist sehr groß. Doch mit einem klaren und demütig bittenden Aufblick zu der Höhe allen Ursprungs der ewiglich gespendeten himmlischen Kraft wird dann der lichte Segen für das persönliche Schaffen und Wirken nicht ausbleiben.

Es wird dann möglich werden, den inneren Sinn für alles wahre Wirken auf Erden wieder finden zu können.
Es muß unbedingt dieser innere, geistige Sinn wieder förderliche Führung über alle irdischen Sinne des irdischen Verstandes übernehmen.
So wandelt sich dann aus dem auf Erden verlorenen Sinn für die Menschheit wieder ein neu gefundener Sinn für alles künftige, nur lichtwärts gerichtete Wirken auf diesem Planeten.
Dann wird der wahre Sinn des Erdenseins für die Menschheit nur noch im wahren Glück ihres reinen und lichten Schaffens verankert sein.

H. K. B.

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Überarbeitet im Juli 2004 - Januar 2010


© by Horst Karl Brotzki 2000-2010

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