Religion und Kult
Es gibt kaum jemanden, der sich nicht einer Religion zugehörig fühlt. Gehört er einer Religion an, so übt er auch einen »seiner Religion« zugehörigen Kult aus.
Religion und Kult sind voneinander nicht zu trennen.Nun gibt es heute sehr viele Religionen. Alle sind sie im Laufe der großen Menschheitsentwickelung entstanden.
Mehr oder weniger erheben jedoch alle Führer dieser Religionen für sich den Anspruch, daß nur sie allein die echten und einzigen Wahrheiten und Weisheiten besitzen und daß nur sie damit zum Führen bestimmt seien.Welche verheerenden Folgen diese Denkungsart im Laufe der Geschichte aller Menschheit auf dieser Erde brachte, können wir tagtäglich in den weltumspannenden Nachrichten erfahren.
Diese falsche Denkungsart und noch viel mehr die damit einhergehenden Taten sind heute schon grausam und katastrophal geworden und als solche auch ganz klar erkennbar.
Die heutigen Kriege und viele der sonstigen Gewaltanwendungen gegen Mit-Menschen sind überwiegend mit »Religionen« zusammenhängende Untaten.
Meist werden sie geführt unter gleichzeitiger Anrufung des HÖCHSTEN.
Welch ein Hohn und welcher Spott liegen diesen Taten damit zugrunde?Dabei muß erkannt werden, daß überwiegend alle »echten« Religionen in ihren Lehren immer nur von einem GOTT sprechen, dem zu dienen sich die »Religionen« erklärten.
Wenn sie nun in der Tat nur einem GOTT dienen wollen, so müssen sie damit anerkennen, daß sie damit auch nur nach einer Wahrheit leben können.
Wenn sich alle Menschen jedoch nur nach einer einzigen Wahrheit richten würden, könnte es keinerlei Zerwürfnisse, Zersplitterungen oder gar derart verwerfliche Kriege und Gewalttaten auf Erden geben.
Darum sind die dazugehörenden Menschen niemals als echte Diener der Wahrheit zu bezeichnen.
Sie sind alle keine wahren und wirklichen Diener GOTTES. Denn sie verleugnen in und mit ihren eigenen Taten die Wahrheit des gerechten und göttlichen Wirkens in der Schöpfung. Darum handelt es sich dann dabei meistens nur um selbstgerechte Diktatoren - kleineren und größeren Formates -, die dem eigenen Größenwahn erliegen müssen. Leider reißen sie dabei sehr viele verführbare Menschen mit sich in das Verderben.Warum konnte das alles so weit kommen? Warum haben sich die Menschen derart von dem wahren lichten Wirken aus den himmlischen Höhen entfernt?
Um dazu die richtigen Zusammenhänge klar erkennen zu können, bedarf es der echten Wahrheitssuche der Menschen hierbei selbst.
Alle Religionen sind einstmals ganz natürlich entstanden und haben sich ständig mit der Menschheitsentwickelung auch weiterentwickelt.
Zunächst handelte es sich dabei um die »Natur-Religionen«. Diese hatten sich ganz natürlich bei den Erdenmenschen mit der Zeit herausgebildet, durch ihr damals noch sehr viel mehr im echten Selbst-Bewußtsein stehendes Verbundensein mit den wahren »Kräften der Natur«.
Auch bildete sich mit der Zeit aus den gesammelten Erfahrungen im Umgang mit diesen »Kräften« ganz natürlich das Bewußtsein dazu heraus, sich darin Formen für das bessere irdische Verständnis ihres religiösen, persönlichen Wirkens bilden zu können.
Es entstanden die ersten Formen eines menschlichen Kultes im bewußten Erwachen ihres persönlichen menschengeistigen Wirkens hier auf Erden.Über sehr lange Zeitläufe ist es dann zu den heutigen Formen von Religionen und Kulten gekommen.
Wurden anfangs noch »Götter« verehrt und diese damals tatsächlich auch in ihrem feineren Wirken erkannt, so kam es mit der Zeit zu der heutigen »Erkenntnis«, die von dem einen, einzigen GOTT, dem Schöpfer aller Dinge, Erklärung gibt.Leider wurde diese Religion von dem Bestehen des EINEN GOTTES bis heute nicht richtig aufgenommen.
Wie anders sind sonst die »Zersplitterungen« auch unter dieser Religion zu verstehen, wenn die zugehörigen Menschen diese »heutige Überzeugung« über den einen GOTT dennoch gerne nur »vor sich hertragen«?
Es liegt das Verhängnis dazu einzig und allein in dem damit falsch im Irdischen aufgebauten »Kultgeschehen«.
Das Kultgeschehen mußte sich darum auch im Irdischen Ablauf fehlentwickeln!Zum menschlichen Kult gehört auf Erden immer auch der Glaube.
Doch der Volksmund lehrt, daß glauben nicht wissen heißt. Darum ist ein Kult, der mit falschem Glauben aufgebaut wird, immer falsch. Denn kein falscher »Glaube im Kult« kann Wissen ersetzen.
Wenn die Religion lebendig und wahrhaftig sein soll, so muß auch der in ihr ausgeübte Kult immer das Abbild von wahrem Wissen sein.
Um wahres Wissen erlangen zu können, muß die echte Wahrheitssuche betrieben werden. Nur in der lebendigen Wahrheitssuche gelangt jeder Mensch über das persönliche, geistige Nacherleben zu einer echten Wahrheitsfindung.
Doch das ist heute für den größeren Teil von »Wahrheitssuchern« noch sehr schwierig. Denn die lebendige und echte Wahrheitsfindung hat nur dann einen dauerhaften Erfolg für den Sucher, wenn er in der rechten »Wahrheitsliebe« steht. Daran scheitern jedoch die meisten »Wahrheitssucher«; denn sie können sehr selten nur eine echte »Wahrheitsliebe« persönlich noch aufbringen.
Ersatzweise stellen sie dafür ihren Dünkel mit geistiger Trägheit und ihre Eigenliebe dagegen. Denn sie hatten sich alles ganz anders vorgestellt - anders als das, was sie finden. Sie wollen nur das als ihre Wahrheit anerkennen, was sich nur in ihr kleines, eigenes Gedankengut willig einfügen läßt.
Um das aber »öffentlich« besser »überspielen« zu können, greifen diese Menschen dann immer wieder zu den für sie bequem sein sollenden Formen ihres falschen Glaubens im falsch gelebten Kult.Und der derart gelebte falsche Kult in den heutigen Religionen führt unsere Welt der Menschen immer weiter in ein großes selbstzerstörerisches Verhängnis.
Worin werden hierbei die einfachen und die schlichten Worte eines Gottessohnes auch noch recht verstanden und vorgelebt?
»Liebe deinen Nächsten wie dich selbst« ist verlangt. Oder: »Du sollst nicht töten!« Und wie verhält es sich heute mit: »Du sollst nicht falsch Zeugnis reden ..!«
In diesen Punkten ist die Menschheit sehr taub geworden. Und voran gehen dabei ihre eigenen Führer auf allen Gebieten menschlichen Handelns.An diesen kleinen, doch so äußerst wichtigen Beispielen ist klar zu erkennen, worin das große Versagen dieser Menschheit eigentlich liegt.
Diese Menschheit hat nie begriffen oder auch nie begreifen wollen, daß ihnen alle aus himmlischen Höhen immer wieder gekündeten Offenbarungen »geistig« zur Hilfe geboten wurden. Die Menschen hätten immer alle diese neuen Offenbarungen nur mit ihrem Geisteswollen in Empfindungsbereitschaft inneren Wachseins und in vollkommener Übereinstimmung mit ihrem eigenen Gewissen irdisch umsetzen müssen.
Das konnte jedoch ihr »irdischer Verstand« nicht zulassen, nicht erfüllen, weil der nur dem Fleischkörper auf Erden anhängend, dem irdischen Gehirn als Hilfsmittel beigegeben war, um damit gemeinsam mit dem eigentlichen Menschen, dem »Geiste auf Erden«, ein Werkzeug sein zu müssen - für sein inneres geistiges Wirken im Stoffe, hier auf Erden.
Sie alle hielten und halten auch heute immer noch ihre irdische Verstandestätigkeit für »Geisteswirken«.
Welch ein Irrtum!Es wurden immer alle geistigen Hilfen, die für die wirkliche geistige Entwickelung gegeben wurden, auf Erden durch die Menschen selbst wieder verbogen, entartet und ihrem kleinen Verstandesdenken brutalst unterworfen, ja, unterjocht. Alles wurde immer wieder nur weiter »entehrt« und ihrem irdischen Zweckdenken unterstellt.
Darum entstanden immer wieder nur neuere Religionen - nach ihren Sinnen - mit ihren verhängnisvollen falschen Kulten aus Menschenhand.
Darin konnten sich dann jeweils die Meister dieser neuen Sachlagen hervortun. Sofort entstanden mit den neueren Religionsformen auch neue Formen ihrer Führerschaft. Und die neue Führerschaft formte sich dann auch ganz zweckmäßig und »persönlich« ihren neuen und »eigenmächtigen« irdischen Kult mit alles andere unterdrücken sollenden Begleiterscheinungen.So entstanden dann die Organisationen und Vereinigungen, die mit dem verhängnisvollen Bilde einer scheinbaren Gottesdienerschaft ihre Führerschaft antraten und diese bekräftigten.
Von Stund' an bestimmten dann auch nur »diese Führer«, wer von ihren Anhängern und Mitgliedern als würdig zu gelten haben, Anteil haben zu dürfen an ihrem heutigen Kultgeschehen.
Damit stellten sich dann solche »Führer« sehr oft in ihren Entscheidungen sogar gegen die geltenden Gottesgebote.
Und in manchen ihrer Verstandes-Überhebungen erhoben sie sich sogar noch - dabei im Eigendünkel spottend stehend - über manchen Mit-Menschen, um ihm gleichzeitig dabei auch im Geheimen noch Leid zufügen zu können.
Dennoch »lehrten« sie, die auch für sie bestehenden Gebote Gottes als für alle verbindlich seiend.
Aber für sich selbst erkannten sie selten die Notwendigkeit, diese Gebote Gottes auch selbst in ernster Konsequenz für sich selbst befolgen zu müssen.
Sie schwebten dadurch »über den Wassern«. Und sie kennzeichneten sich damit als die gefürchteten Pharisäer und Schriftgelehrten heutiger Zeit. Sie gehören alle zu den heutigen Gewissenlosen.Soll heute nun keine Religion existieren?
Auch heute muß es Religion geben. Nur müssen ihre Kulte getragen sein von den wirklichen und wahrhaftigen Schöpfungsurgesetzen. Das müssen ihre Führer heute endlich vollends beachten.Selbst in der jetzigen Zeit ist es wiederum möglich geworden, daß durch falsche Einflußnahme von Menschen, die zu sehr dem einseitigen, irdischen Wirken zugeneigt waren, die für die Jetztzeit gegebenen neuen Offenbarungen aus himmlischen Höhen wiederum in das verkehrte Gegenteil, nur nach ihren Sinnen, verbogen werden konnten.
Auch mit ihnen haben wir heute die »Aufspalter« und die »Verbieger der Wahrheit« zu ihren irdischen Gunsten auf Erden. Sie haben das lichte Wort aus der Höhe wiederum zu einem nur nach ihren irdischen Sinnen passenden falschen Kult verbogen, und dabei haben sie auch die Spaltung und die Zersplitterung des einfachen und harmonisch sein sollenden irdischen Gefüges fahrlässig herbeigeführt.Es gibt nur eine Wahrheit. Darum gibt es auch nur einen einzigen Weg, auf dem zu wandeln ist.
Der Weg wird jedoch unterschiedlich begangen. Jeder Mensch muß dazu seine Möglichkeiten erkennen, um dann mit anderen gemeinsam diesen gefundenen Weg in gegenseitiger Harmonie miteinander beschreiten zu können. Niemand darf ihm seinen Weg streitig machen.
Dabei wird sich niemals die Wahrheit ändern müssen. Nur die Menschen müssen sich in ihrem Verhalten endlich ändern und es wird der Weg zum Paradiese offen vor uns liegen.Diese neue und wahre Religion ist nur für die Menschen, die fähig geworden sind, diese verantwortungsvoll auf Erden auch leben zu wollen.
Es werden die sein, die den heutigen Reinigungsprozeß »erfolgreich« durchleben konnten. Nur diese werden der künftigen Religion auf Erden zugehörig sein dürfen.
Das wird dann die »Religion der Liebe« sein - eine Religion, von der die heutige Menschheit und ihre Führerschaft noch sehr weit entfernt stehen.
Darin wird dann die wahre Gerechtigkeit herrschen, die in unbedingter Reinheit auch des irdischen Denkens verankert ist und die nur in liebender Erfüllung des Gotteswillens zu schwingen fähig geworden ist.
Raffinesse, Lügenhaftigkeit, irdische Vorteilssuche und alles sonstwie geartete »diplomatische« Wirken verlieren dann ihre bisherige, verheerende Existenz.Erst dann wird es auch keinerlei lieblose Ausschlüsse mehr geben können von Menschen aus den heutigen falsch geführten »Kulten« in mancherlei »Organisationen« und deren »Verwaltungen«.
Dann wird es wieder »Aktenanlagen« geben, die nach den unbestechlichen Schöpfungsurgesetzen geführt werden. Alles Handeln wird dann wahrhaftig und ehrlich nur noch »im Lichte der Wahrheit« geführt werden.
Zu der Zeit werden auch die »Führer« der einzigen wahren Religion, der »Religion der Liebe«, nur noch in der gerechten Liebe stehend, einen Kult vorleben, der ohne jede Begrenzung anderer sich harmonisch im reinen Einklang mit der großen Schöpfung befindet.
Dann hat die einzig wahre »Gralsbewegung« aus der himmlischen Höhe auch auf Erden ihren endlichen Durchbruch für die wahren und geistig erwachten Menschen erhalten.Alleinherrscher wird die Zeit nicht mehr kennen.
Dann ist GOTT mit Seinem Willen in aller Wahrheit wieder der HERR auch auf dieser Erde geworden.
GOTT braucht zwischen Sich und Seinen Kreaturen weder eine Kirche, noch irgendwelche Organisationen - auch keinen speziellen Kult -, ist doch die ganze große Schöpfung Sein Haus für uns alle, in der wir als Seine Gäste ein selbstbewußtes Sein leben dürfen.
Falsche Führer werden dann für alle Zeit auf Erden endlich »abgedankt« haben.Arbeiten wir darum aufrichtig und in ganzer Ernsthaftigkeit an uns selbst, damit wir als persönliche, lebendige und geistig frei gewordene »Menschen-Geister« das alles infolge aller gerecht wirkenden Wechselwirkungen auch miterleben dürfen.
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H. K. B.
Überarbeitung im Juli 2004 - Januar 2010
© by Horst Karl Brotzki 2000-2010