Wenn die Frau ihren Mann steht ...

 

Es muß zugegeben werden, daß manche Frauen die Krawatte des Mannes tatsächlich viel lockerer, lässiger, viel ungezwungener zu tragen fähig geworden sind als der Mann. Jedenfalls ist das der Eindruck eines Bildes bei dem Vorgang »Wenn die Frau ihren Mann steht«.

Auch hat sie sich fähig gemacht, den Anzug des Mannes, was Weste, Hose, Stiefel und auch das für sie  nachgeahmte Jackett betrifft, ganz zum Schmucke ihrer Kleidung zu übernehmen.

Denn so oder ähnlich kommen viele der modern gewordenen Frauen von heute daher. So stellen sie sich selber dar in der von ihnen bereits eroberten oder von ihnen noch zu erobernden Welt des männlich sein sollenden Wirkens auf Erden.

Mannbar wollen viele Frauen um jeden Preis von heute sein oder erst noch werden. Das kann ihnen jedoch nur »gelingen«, wenn sie zuvor das echte Männliche mißachten und »unterwerfen«.
Nur so, wie sie es heute für sich selbst verstehen wollen und wie sie sich zum Teil auch überheblich darin aufführen und dementsprechend sich benehmen, wollen sie tatsächlich so »ihren Mann als Frau« darstellen.
Manche von ihnen sehen sich bei diesen Vorgängen sogar als die »besseren Männer«.
Damit haben viele Frauen, die sich derart in den öffentlichen Vordergrund zu stellen bereit waren, die irdische Welt der Menschen nur noch mehr auf den »Kopf gestellt«. Und das, weil sie sich dazu bereitet haben, die »Männerwelt« sich solcherart zu unterwerfen.
Das ist ein verheerender Vorgang mit nicht wieder gut zu machenden Folgen für alle Menschheit in weiterer Folge.

Vor allem muß dabei erkannt werden, daß es sich bei diesen Frauen vorrangig um sogenannte »Führungskräfte« auf den unterschiedlichsten öffentlichen Gebieten handelt.
Ja, es werden sogar ganz besonders diese öffentlichen »Führungspositionen« von den Frauen, die diesen Positionen zugehörig sein wollen, mit Nachdruck angestrebt.

Das natürliche Empfinden, das diesem Führen-Wollen des Weibes zugrunde liegt, war einstmals noch rein und ursprünglich in jeder Frau, dem menschlichen Weibe, lebendig verankert.
Denn der natürliche Platz jeder Frau, jedes echten Weibes, muß »als Hüterin der Flamme«, Heim und Herd in der gesunden Familie sein.
Das war einstmals unumstritten so als ganz richtig und als ganz normal von allen Erdenmenschen erkannt, anerkannt und dann auch auf Erden dementsprechend natürlich seiend gelebt worden.

Erst mit dem vermehrt aufgekommenen Streben nach materiellen Dingen und mit dem da heraus folgen müssenden kapitalistischen Überbewerten von diesen sehr einseitigen irdischen »Vorteilen« - auch denen des Geldes -, wurde damit das »Führen-Sollen« des schöpfungsgesetzmäßigen Weibes zu dem »Verführen-Können« des Erdenweibes, das damit zu der heutigen Frau wurde.

Aus dem einstmals natürlichen Weibe wurde aber im Laufe der Zeit die heutige falsch emanzipierte Frau.
Das echte Weib ist in seinem Wirken auch echt weiblich. Und weiblich auf Erden wirken zu dürfen und zu können, ist eine in Gottes Gnaden stehende Tätigkeit für das Wohl des ganzen Volkes, für das Wohl der ganzen Menschheit.

Eine heutige Frau hingegen wirkt in ihrem Erdenstreben stets auch wie eine Frau - fraulich.
Der Begriff »Frau« aus »F« und «rau« bedeutet aber ein »feminines Rau«.
Und so sind heute tatsächlich fast alle Frauen als zu »rau« in ihrem femininen Wirken zu erkennen. Es fehlt ihnen die echte, natürliche Weiblichkeit. Diese ist ihnen abhanden gekommen - durch eigenes Verschulden.
Diesen Zustand spürt aber auch jede echte Frau tief in ihrem geistigen-seelischen Inneren ganz deutlich.

Das »F« des Begriffes Frau kommt dabei nicht selten auch noch zu ganz besonderen Gelegenheiten bei den heutigen Frauen zum Wirken. Das geschieht immer dann, wenn die Frau von heute - in »Frechheit stehend und damit wirkend« - ihren Mann stehen will.

Heute stehen alle diese Frauen ganz gerecht in der laufenden Wechselwirkung an Wirkensplätzen, die sie sich in irgend einer Art und Form einmal durch ihre eigene Sucht, »ihren Mann stehen zu wollen«, tatsächlich selbst bereitet haben. Das kann auch schon in einem früheren Sein auf Erden seinen Anfang genommen haben. Das muß durchaus nicht erst in heutiger Zeit seinen Schicksalslauf begonnen haben.

Durch das heutige falsche Begehren der Frauen wird das echte Wirken-Können des Mannes »erwürgt«.
Denn die Frau war ursprünglich dazu verpflichtet, ihre feinere Beschaffenheit ihrer Seele zum gemeinsamen wahren Segen und für das echte Wirken des Mannes hier auf Erden einsetzen zu sollen, damit himmlischer Frieden und alle damit zusammenhängenden Harmonien der Tugenden aus himmlischen Höhen auch hier auf Erden zum irdischen Durchbruch gelangen könnten.
Es sollte geschehen im echten Nebeneinander-Stehen und Schulter an Schulter von Mann und Weib.
Das Weib dabei als »Hüterin der Flamme mit der Lichtsehnsucht nach oben« und er, der Mann, mit der nach außen gerichteten Tätigkeit, um damit das vom Lichte Empfangene hier auf Erden zu seinem Durchbruch und damit zur Verwirklichung lichtgewollt führen zu können.
Wäre das wirklich von der Menschheit in wahrer Verantwortung befolgt worden, hätten wir heute paradiesähnliche Zustände hier auf der Erde. Statt dessen haben die Erdenmenschen im Rausche des eigenen Großdenken, dabei in widerlicher Falschheit stehend, sich alles nur zu irdischen Eigenzwecken unterworfen.

Die Frau der Jetztzeit ist sogar willens und bereit dazu, nunmehr den Mann sich gänzlich zu unterwerfen.
Solche Frauen erliegen dabei jedoch alle ihrem eigenen großen Trugschluß. Denn sie dünken sich sehr oft heute sogar wertvoller als der Mann.
Dabei erliegen sie jedoch wiederum einer großen Selbsttäuschung.

Keine Frau und kein Weib ist nach den Schöpfungsurgesetzen wertvoller als der Mann! Sie stehen als gleichwertig in dieser Schöpfung!

Ein echtes Weib ist jedoch mit der großen Fähigkeit ausgestattet, zu dem nächst höheren Wirken des Wesenhaften in dieser Schöpfung direkter und damit lichter verbunden sein zu können als der Mann.
Darin hat sie aber auch eine »höhere« Verantwortung zu tragen. Und diese muß von dem Weibe dem Manne gegenüber im Sinne der vollkommenen Schöpfungsgesetze wahrhaft erfüllt werden.
Doch darin hat das Weib als Frau auf Erden bis heute gänzlich versagt und sich für irdischen Tand und für irdischen Plunder an die irdische Verstandesherrschaft »verkauft«.
Darum sind die Frauen von heute so sehr seelenlos geworden mit ihrer eigenen Überheblichkeit über das tatsächliche Wirken-Müssen des echten Mannes.
Statt dessen wollen sie auf Erden lieber selbst »ihren Mann stehen«.
Wenn jedoch die Frau von heute derart weiterhin »ihren Mann steht«, wird die Welt der Menschen auf Erden für alle Zeiten verloren gehen.

Welch ein menschlicher Wahnsinn hat sich damit geformt?!

Die Erdenfrauen von heute müssen in sich wieder das echte Weib suchen und sich danach richtend hier auf Erden ihre dann wieder segensvollen Aufgaben erfüllen.
Nur darin werden sich die Menschen dieser Erde noch aus den verhängnisvollen Klauen des Dunkels wieder befreien können. In das sie alle erst hineingeraten konnten durch die Verachtung des inneren Leuchtens aus dem Geiste, unter der Mißachtung der vollkommenen Schöpfungsurgesetze.

Eine echte Mutterschaft der Frauen reicht alleine für das rechte Weib zum lichten Wirken noch nicht aus.
Die Frauen müssen zu dem Vollweiblichen im geistigen Sinne werden, so wie es in die Nachschöpfung gelegt wurde aus der Vollkommenheit des Gotteswillens.

Und alle Männer, die noch echte Männer sein oder werden wollen, müssen endlich auch in dem Weibe das wirklich Wahre sehen, um sich dann gewissenhaft und verantwortungsvoll richten zu müssen, nach dem, was gesagt ist über das Weib als »Hüterin der Flamme - Hüterin der Lichtsehnsucht« für alle die Menschen, die ihr persönliches Geisteswirken befreien wollen aus allen Klauen des Dunkelwirkens.

Dann wird es mit dem Blick aufwärts zu dem Licht auch auf Erden wieder frischer, freier und lichter für alle Menschheit werden können.
Keine Frau wird dann noch »ihren Mann stehen wollen«.
Die Frau hat dann in sich wieder das Schöpfungsweibliche zum Leuchten gebracht.
Dann kann in der Welt der Menschheit wieder gesprochen werden:

»Siehe das Weib ist nunmehr auch auf Erden eine wahre Hüterin der Flamme aus dem Geistigen geworden«

Kein echter Mann wird sich dann noch an ihrem Erscheinungsbild versündigen wollen, sondern er wird zu seinen großen Taten für das lichte Wirken auf dieser Erde angespornt sein, und er wird dann sein Erdenwerk darin nur zum Segen für alle Schöpfung erfüllen wollen.

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H. K. B.

Überarbeitet im Juli 2004 - Januar 2010


© by Horst Karl Brotzki 2000-2010

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