Gastarbeiter



Es gibt immer wieder unter verschiedenen Menschengruppen Gespräche über Zusammenhänge mit Gastarbeitern. Es geht dabei um die Gastarbeiter, die zu uns gekommen sind, um hier in unserem Lande beruflich tätig sein zu wollen.

Gastarbeiter sind Menschen, die aus anderen Ländern zum Zwecke der eigenen Entwickelung und der gewollten Arbeitsaufnahme zu uns kommen.
Es handelt sich also um Mitmenschen aus anderen Ländern, die hier mit uns gemeinsam tätig sein wollen. Die sozialen oder die politischen Begleitumstände wollen wir hier nun nicht näher betrachten. Doch der Begriff »Gastarbeiter« soll hier einmal genauer durchleuchtet werden.

Das Wort »Gastarbeiter« besteht aus zwei Begriffen, nämlich aus dem Worte »Gast« und dem Worte »Arbeiter«.
Was ein Gast ist oder sein sollte, ist jedermann bekannt. Und auch das Wort »Arbeiter« ist jedem Menschen geläufig.
Dennoch belebt ein jeder Mensch für sich zu diesen Begriffen ganz persönliche und unterschiedliche, eigenständige Vorstellungen.
Es ist auffällig, daß nicht alle Menschen gleicher Auffassung sind bei den Begriffen »Gast« oder »Arbeiter«.
Demnach kann es also Gäste oder Arbeiter verschiedener Gruppierungen, also verschiedener Arten und Beschaffenheiten geben.
Es regen sich also bei den beurteilenden Menschen in Verbindung zu diesen Begriffen ganz unterschiedliche Empfindungen und Gedankengänge.
Das ist aus der feineren Empfindungsfähigkeit von Menschen heraus auch gar nicht anders möglich.

»Gast« ist ein im Lichte der Wahrheit schwingender Begriff. Er drückt das aus, was den sich entwickelnden Menschengeist in dem großen Kreislaufe dieser Schöpfung ganz persönlich betrifft. Denn der Menschengeist selbst ist vom Beginn seiner Entwickelung an ein wirklicher Gast in dieser herrlichen Schöpfung Gottes. Wie wahrhaft und damit lebendig er das erfüllt, liegt nur an dem Wachsein seines eigenen Geistes.
Dessen muß er sich ganz persönlich bewußt werden. Denn darin erfüllen sich dann auch alle seine eigenen Wünsche und Hoffnungen - ja sein ganzer Werdegang in diesem Schöpfungskreislauf ist darin verankert, bis hin zum »Eintreten-Dürfen« in das geistige Reich, in das Reich des Lichtes, in das Paradies.

Und wie verhält es sich nun mit dem Begriffe »Arbeiter«?
Das Wort selbst hat einen sehr großen geistigen Gehalt, eine Verbindung zum Paradies, und es ist im Irdischen von ganz wichtiger Bedeutung, dieses recht verstehen zu wollen.
Das, was bis heute durch den Verstandesdünkel und das Wesen der irdischen Klassensysteme der Menschen auf Erden daraus gemacht wurde, ist eine zum Himmel schreiende, anklagende Verstümmelung durch falsches Menschenwollen.
Und das alles zu einem scheinbaren Nutzen und damit zu Gunsten von »geistigen Nichtstuern«, nämlich der dem Verstande sehr einseitig dienenden Gehirnkrüppel auf Erden.
Denn das Wort »Arbeiter« beinhaltet in seinem geistigen Gehalt den höchsten im irdischen Sprachausdruck möglichen Gehalt an echter und wahrer Lichtverbindung, nämlich das, was von den Erdenmenschen im Willen IMANUELS, des Menschensohnes, auf Erden von ihnen in ihrem persönlichen Erdenwirken gefordert ist:
Die Arbeit
an sich selbst zur eigenen Vervollkommnung, und das zum allgemeinen Wohle und Segen zu dem weiteren lichten Schöpfungsausbau in dem Willen Gottes.

Wie angenehm sind darum im Erdenalltag für uns Gäste, die bereit sind, auch bei den für eine gemeinsame Gastfreundschaft anfallenden und notwendigen Arbeiten wahrhaft behilflich zu sein.
Im Gegensatz zu solchen Gäste, die sich nur bedienen lassen und im Eigenrausche einer zur Schau getragenen Selbstgefälligkeit ihres Besuches in ihrem Eigendünkel zu zerschmelzen scheinen.

Denn von dem Worte »Gast« läßt sich die Arbeit nicht trennen, wenn wir hier über Gastarbeiter aufklärend sprechen wollen.
Auch jede Menschenkreatur ist ein geistiger Gastarbeiter in diesem Teile der herrlichen Schöpfung. Und somit auch auf dieser Erde.
Das wurde bis heute von dieser Menschheit und ihren Führern in voller geistiger Verantwortung nicht richtig erkannt.
Darum besteht heute auch das durch falsches Menschenwollen entstandene große »Sodom und Gomorra« auf diesem Erdenrund.

Nun wird es aber für die noch nach dem Lichte und der Wahrheit strebenden Menschen allerhöchste Zeit, dieses endlich auch für sich richtig erkennen zu wollen.
Das notwendige neue Schöpfungswissen ist dazu in großer Hilfsbereitschaft längst auf der Erde verankert und jedem ernsthaft Suchenden für seine eigene geistige Befreiung zugänglich.

Erst wenn sich die nach Licht und Wahrheit sehnenden Menschen zu ihrer eigenen Gast-Arbeit auf Erden bekennen werden durch ihre irdisch-geistigen Taten, dann werden sich dadurch auch die Verhältnisse, der Kraft des Lichtes aus der Höhe entsprechend, zum allgemeinen Segen aller hierin bestehenden Gleicharten auf Erden segensvoll gestalten können.

Bleibt es jedoch weiterhin nur bei den dünkelhaften Unterlassungen durch die aufgepustete Verstandesherrschaft von geistig verirrten Menschen, die damit dennoch - unter Einschließung einer trägen Anhängerschaft in geistig stumpfsinniger Folge - führen wollen, so wird es darin keinerlei nachhaltigen Änderungen auf Erden geben können.

Und wenn, wie bisher, täglich immer wieder neu, die Begriffe von Gast und Arbeiter derart durch den herrschenden, irdisch einseitigen Verstand im Standesdünkel mißbraucht und verbogen werden, ist ein heilsamer Ausstieg durch gewolltes Unwissen aus diesen von Menschen gewollten Verhängnissen nicht mehr möglich.

Jeder auf dieser Erde nach diesem heute ablaufenden reinigenden Gericht aus der himmlischen Höhe verbleiben könnende Mensch hat die unabwendbare Pflicht, sich als Gast in reger geistiger Arbeit an dem allgemeinen Wohle hier auf Erden im Irdischen zu betätigen.
Dann ist er in der Tat ein geistiger Gast-Arbeiter, der als ein solcher Gast zu einem regen geistigen Arbeiter in dem Weinbau Gottes hier auf Erden, im groben Stofflichen, geworden ist.
Damit bleibt ihm dann auch das Tor in die hohen, lichten geistigen Gärten Gottes offen, und es kann ihm dadurch möglich werden, für alle Ewigkeit als Gast-Arbeiter darin einst verweilen und in tätiger Arbeit darin wirken zu dürfen.

Doch dazu müssen zuvor alle heute noch bestehenden Dünkel unter den Menschen wirklich abgebaut und vernichtet werden.
Denn der heutige Bestand des falschen Aufbaues der verschiedenen Klassensysteme ist gänzlich falsch.
Das alles konnte nur möglich werden, weil sich besonders herausgehobene Kreise von Verstandesmenschen nicht zu den »Arbeitern« zählen wollten, zu den wahren Gastarbeitern Gottes auf Erden. Darum waren sie auch allezeit nur bestrebt, das Werk Gottes, Seine Schöpfung nach ihren Sinnen verbessern zu wollen. Sie wurden damit zu den Antichristen auf Erden und zu einer heutigen Plage für alle Menschheit.
Diese waren immer nur bestrebt, für sich in einer persönlichen Sonderstellung eigene Mächtigkeiten über andere Mitmenschen zu erheischen, um darin tätig sein zu können.
Sie wollten immer alles andere als Arbeiter sein, sie wollten immer als etwas Besonderes gelten. Sie sahen sich damit niemals als Arbeiter, auch nicht als Gastarbeiter vor dem HERRN, nicht als »Arbeiter in Gottes Weinberg«.
Und wenn es doch einmal den Anschein hatte für ihren Dienst im Sinne von Schöpfungs-Arbeit, so war der eigene Dünkel nie fern, und sie erhoben sich wiederum bei nächster Gelegenheit über die einfachen Arbeiter, die immer nur die - von ihnen aus so gesehenen - ihre einfachen »Handlanger« waren.
Die Handlanger, die ihnen oftmals erst ein angenehmes und persönliches Erdenleben ermöglichten.
Über diese »Handarbeiter« rümpften sie überwiegend in Abfälligkeiten ihre Nasen.
Dabei zeigten sie aber immer dem geistig unvoreingenommenen Mitmenschen in wahrer Tatsächlichkeit ihre dahinterstehende träge geistige Überheblichkeit in Dünkelhaftigkeit nur allzu deutlich.

Wo ist bei einem solchen Verhalten dieser Verstandesmenschen nun aber der rechte Platz für ein gemeinsames Dienen aller Menschen hier auf Erden vorhanden?
Geistig überhebender Dünkel führt immer wieder zu den verschiedenartigen Zersplitterungen der Erdenmenschen. Das ist ein Vorgang, der das Antichristliche unter dieser Menschheit immer wieder offen zur Schau stellt und immer wieder neu belebt.
Die Trennungen unter den Menschen werden hierbei immer wieder auch mit den verschiedenartigen Berufsbildern erläutert und beschrieben.
Denn d
ie verschiedenen Berufe seien es, die hierbei zu Trennungen unter den Menschen führten.

Es ist aber der heute immer noch sehr einseitig vertretene Standesdünkel - eigentlich Verstandesdünkel -, der hierbei seine luziferischen Krallen in alles Wirken von Menschen tief hineingegraben hat.
Denn alle Berufsgruppen müssen für ihre beteiligten Menschen ganz klar auf geistiger Grundlage nun endlich erkennen, daß auch sie alle zu Gastarbeitern hier auf Erden werden müssen.
Erst damit kann es dann auch auf Erden zu den schöpfungsgesetzmäßigen Gesellschaftsformen kommen, die für den Fortbestand der zur Wahrheit und zum Lichte strebenden Menschen unabwendbar notwendig sind.

Heute ist darin noch alles gänzlich verbogen und den von Gott geforderten Geboten für ein rechtes gemeinsames  Wirken der Menschen auf Erden hemmungslos entgegengestellt.

Berufe der Zukunft müssen wieder mit der inneren geistigen Berufung der Menschen Verbindung haben. Diese Berufe müssen in wirklicher Arbeit als Hauptziel zum Inhalt haben, wieder die Kraft des empfangenen Lichtes aus der Höhe für alle Kreaturen nur durch die förderliche Wahrheit auf Erden verbreiten zu wollen.
Das wird sich nur verwirklichen lassen, wenn die Menschen auf Erden zu wahren Gastarbeitern werden.
Diese müssen dazu die Erkenntnis über ihre eigene Kleinheit in diesem gewaltigen Schöpfungswerke bewußt erleben. Um damit dann endlich zu der demutsvollen Größe geistig wachsen zu können, durch die auch ihnen dann die Gastfreundschaft auf Erden als geistige Gastarbeiter im Irdischen wie ein Geschenk Gottes im erwachenden eigenen, geistigen Erleben zu Teil werden darf.
Dazu ist unabwendbar das Erfassen des rechten GOTTbegriffs notwendig! 

Und jeder wirkliche Mensch auf dieser Erde muß dann hinfort zu seinem eigenen Heil als Gastarbeiter Gottes auf Erden sein Erdenwerk verrichten.
Ansonsten wird er durch die ganz gerecht ablaufenden Wechselwirkungen aus den großen All-Harmonien dieses Schöpfungswirkens Gottes ausgestoßen für alle Ewigkeit.
Es würde ihn dann der ewige Tod ergreifen.

Jeder Erdenmensch, gleich welcher irdischen Zugehörigkeit zu Berufsgruppen er für sich vor anderen Mitmenschen heute geltend machen will, ist diesen nun heute ablaufenden geistigen Forderungen unumstößlich unterstellt.

Jeder Mensch steht im göttlichen Gericht der Jetztzeit, und er wird sich nun selbst endlich richten müssen nach den wahrhaften Schöpfungs- und Naturgesetzen, wie alle anderen Kreaturen auch.
Kein Erdenmensch hat darin eine Sonderstellung.

Das alles wird geschehen, ohne jede falsche Rücksichtnahme auf Personen hinsichtlich ihrer verstandesmäßigen Berufszugehörigkeiten.
Nicht Name oder Titel spielen dabei eine entscheidende Rolle für die Personen, sondern lediglich die Frage: Wie bist Du wirklich, Mensch, vor Gott dem Herrn in Deinem geistigen Zustande?
Dabei spielt es keine Rolle, ob nun ein Papst, Direktor, Akademiker oder nur ein einfacher Arbeiter ist.
Ein jeder muß sich heute als wahrer Gastarbeiter vor dem HERRN ausweisen können - in seinen wirklichen Taten auf dieser Erde.
Wirkliche Taten sind persönliche Taten in geistiger Beschaffenheit. Sie sind irdisch nicht immer auch als solche sogleich für jedermann zu erkennen.
Doch alles irdische Geschehen wird damit allezeit grundlegend für die weitere Zukunft unumstößlich bestimmt.

Heute zeigt uns alles irdische Geschehen, wie verheerend bisher die frevelhaften Vernachlässigungen der einst von Gott durch Seinen Willen gegebene Gastfreundschaft auf dieser Erde durch die Menschen gewesen sein müssen.
Weltweit ist die ungeheuerliche Verirrung dieser Menschheit und ihrer Führer an ihren Werken zu erkennen.
Kommt darin nun keine nachhaltige Änderung durch die Menschen zur Besserung, muß die Erdenmenschheit mit ihrer gänzlichen Vernichtung rechnen - durch sich selbst.
Dann wäre die Hölle aus der Finsternis durch diese Menschheit - durch ihr falsches Eigenwollen - gänzlich auch auf diese Erde getragen und stets im Irdischen alltäglich gegenwärtig.
Der irdisch irrige Weg dorthin wird von zu vielen Menschen täglich noch zunehmend immer mehr beschritten.

Darum seien wir gemeinsam auf der Hut und ernsthaft darum bemüht, wahre Gastarbeiter Gottes auf Erden in geistig-irdischer Tat zu sein.

Es ist aber hoffnungsvoll, daß es vermehrt Erdenmenschen gibt, die sich schon auf dem rechten Wege zum selbstbewußt gewollten, geistig persönlichen »sich Einfügen« in dieses herrliche und vollkommen harmonische Schöpfungswerk des Gotteswillens als geistig lebendige Gastarbeiter befinden.

H. K. B.

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April 2002
Überarbeitet im Juli 2004 - 2010


© by Horst Karl Brotzki 2002 - 2010

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