Verzeihung und Entschuldigung
Jeder Mensch hat mit diesen beiden Ausdrücken in seinem Erdenalltag zu tun.
Und dennoch werden diese Ausdrücke zu oft sehr unterschiedlich angewendet.
Manche sprechen diese Begriffe fast gebieterisch mit einem herrischen Tonfall aus.
Andere wieder zeigen schon beim Sprechen ihren eigentlichen persönlichen Unmut über die »Zumutung«, solches nach der Benehmensnorm ausdrücken zu müssen.
Es gibt nur wenige Menschen, die sich darin wahrhaft richtig verhalten!Und dennoch haben diese beiden Formen eines Ausgleichsbestrebens unter Menschen in bestimmten Lebens- und Verhaltenssituationen, in einem gemeinsamen »Miteinander« auf Erden, ihren notwendigen Sinn!
Aber es besteht tatsächlich zwischen den beiden oben genannten Begriffen ein großer Unterschied in ihrer Bedeutung.
Man empfindet bei dem Worte »Verzeihung« wohl eher eine leichte Form eines eigentlich so nicht beabsichtigten »Vergehensvorganges«.
Während bei dem Worte »Entschuldigung« tatsächlich eine schwerere Form einer Übertretung empfunden wird.
Denn es wird hierbei auch die »Schuld« angesprochen!An einem Beispiel kann das auch deutlich erklärt werden.
Am Fahrkartenschalter der Bahn oder auch in einem Kaufhaus vor der Kasse stehen in einer Warteschlange einige Menschen und warten auf ihre Abfertigung.
Plötzlich dreht sich mitten in dieser Schlage eine Person um und tritt dabei unbeabsichtigt einer hinter ihr stehenden Person kräftig auf den Fuß.
Diese Person schreit auf, weil der Tritt auf den Fuß mit Schmerzen verbunden ist.
Die vor ihr stehende Person reagiert normalerweise sofort mit: »Verzeihung, das habe ich nicht gewollt!«
In der Regel ist dann ein solcher Vorfall damit auch erledigt und wurde mit dem Worte »Verzeihung« ausgeglichen.
Wenn der »Geschädigte« die »Verzeihung« ehrlich annimmt, ist der Ausgleich auch hergestellt..Und in der Tat liegt hier auch keine beabsichtigte Schuld vor!
Also mußte eine »Entschuldigung« auch nicht ausgesprochen werden.
Aber dennoch fehlte es an der notwendigen Rücksichtnahme bei beiden Personen.
Denn hätten beide Personen gegenseitig die notwendige Rücksichtnahme geübt, so wäre dieser Zwischenfall nicht passiert.
Alleine der genügende Abstand beider Personen zueinander, hätte dazu gereicht.
Die echte Rücksichtnahme muß aber erst wieder zur edelsten Blüte auf Erden unter den Menschen werden!
Es darf sich nicht auf Erden weiterhin die heute überall gelebte Rücksichtslosigkeit ausbreiten!
Denn gewollte Rücksichtslosigkeit wird zur Schuld, und diese bedarf dann zum wahrhaften Ausgleich die dazu notwendige Entschuldigung!
Doch eine wahre Entschuldigung zu erreichen, erfordert sehr viel mehr an Geisteskraft, als landläufig angenommen wird.Der Begriff »Rücksichtnahme« sagt doch deutlich genug, worum es sich hierbei eigentlich handelt.
Man macht eine Rücksicht, eine Sicht zurück.
Sei diese nun im direkten persönlichen Mit- und Nebeneinander, also in direkter irdischer Umgebung, oder aber in der Rücksicht auf etwas schon Vergangenes im persönlichen Erleben, was weit in die feineren jenseitigen Ebenen dieser Schöpfung zu reichen vermag.
Denn auch dabei ist eine, wenn auch oftmals verspätete Rücksichtnahme, von großem Segen für alle einst daran Beteiligten.Also, eine wirklich unbeabsichtigte »Rücksichtslosigkeit« kann im günstigsten Fall mit Verzeihung ausgeglichen werden, wenn auf beiden Seiten der dazu notwendige geistige Impuls einer Empfindung in »Liebe zum Nächsten« vorhanden ist.
Die gewollte Rücksichtslosigkeit führt jedoch immer in die damit verhängnisvolle Schuld!
Und diese Schuld ist stets auch eine Schuld gegen die »Zehn Gebote Gottes«!
Denn bei Einhaltung dieser Gebote im täglichen Leben, auf allen Gebieten im Umgang miteinander, würde eine Schuld niemals entstehen können!
Doch dazu wäre vor einer Rücksicht auch die Vorsicht von großer Bedeutung für das »miteinander Leben« auf Erden.
Es wäre dies auch eine Voraussicht auf die dem eigenen Wollen dann ganz gerecht folgen müssenden entsprechenden Wechselwirkungen in der Zukunft.
Worin doch auch das gerechte Schicksal jedes einzelnen Menschen und aller Völker liegt.Alles hier nun angesprochene Wirken um uns herum muß geistig verstanden werden; denn nur geistig müssen wir das alles in den Schöpfungsgesetzen vor dem Höchsten auch verantworten!
Mit dem rechten Verständnis in diesen Vorgängen und dem reinen Wollen in der Tat zu dem wahrhaft Guten kann es dann für manchen vielleicht noch eine Entschuldigung für alles bisher falsche Gebaren im Handeln vor dem Höchsten geben.
Denn für die oben erwähnten Verzeihungen ist es für diese Menschheit auf Erden längst zu spät!
Zu sehr war überwiegend alles bisherige Wirken dieser Menschen gegen den Gotteswillen, gegen den Heiligen Geist gerichtet, unter Mißachtung seiner hilfreichen Gebote.
Darum richtet Gott heute, durch seinen »Heiligen Willen« in dieser sich heute vollziehenden »Großen Reinigung«, nun einmal das Menschengeschlecht nach dessen bisherigen Taten - mit den heute für diese ganze Menschheit ablaufenden und gerechten Wechselwirkungen!Nur die absolute und ungeschmälerte Einhaltung der Gebote Gottes kann für manchen Erdbewohner heute eventuell noch eine Linderung und die Hilfe zu der eigenen geistigen Befreiung bringen.
Nun mag ein jeder Leser bei sich selbst einmal sehen, wo er denn heute wirklich steht in diesen Angelegenheiten von Verzeihung und Entschuldigung, von »Schuld und Sühne« vor seinem Gott, dem Schöpfer aller Welten!?
Horst Karl Brotzki
Im März 2003
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Überarbeitet im Juli 2004 - Januar 2010
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