Die den Tod als Strafe sehen


Über das Vorhandensein von Geburt und Tod ist jeder Mensch im Bilde. Ein jeder hat dabei so seine eigenen Vorstellungen. Auch gibt es darüber kaum Streitereien, soweit es das ganz grob umrissene Bild betrifft.
Es wird meistens die Erdengeburt als ein freudiges Ereignis betrachtet.
Der Tod wird dagegen heute überwiegend als ein trauriges, unschönes Ereignis angesehen.

Die Erdengeburt ist das Herüberkommen von einer feineren, jenseitigen Ebene dieser Nach-Schöpfung auf diese Erde.
Der Erdentod ist das von hier aus stattfindende Hinübergehen in die feinere jenseitige Ebene dieser Nach-Schöpfung.

Das Kommen und das Gehen betrifft dabei jeweils den in der Entwickelung befindlichen lebendigen Geistkern jedes Menschen, also ihn ganz persönlich.
Alles dient, in vollkommener Harmonie wirkend, nur der weiteren Entwickelungsmöglichkeit des jeweiligen heranreifenden Menschengeistes.
Dabei ist das Haupt-Erleben jedes Menschen das Erleben in und mit den persönlichen Empfindungen, der eigentlichen Sprache des Geistes.

Der irdische Verstand muß hierbei auf Erden nur ein nützliches Werkzeug verbleiben.
Im Reiche der jenseitigen Stofflichkeiten gibt es diesen irdischen Verstand mit seiner hier benötigten Gehirnmasse nicht mehr.
Dort ist der Mensch nur noch Empfindungsmensch in seinen eigenen Möglichkeiten, die er sich mit seinen selbst erworbenen persönlichen Empfindungsfähigkeiten, mit der Wachsamkeit seines eigenen Geisteskernes, dem persönlichen ICH, in bisheriger steter Lebendigkeit erworben hat - oder auch nicht.

Jeder Erdengeburt folgt in der natürlichen Wechselwirkung auch einmal der irdische Tod.
Wer geboren wurde, der wird einmal ganz schöpfungsgesetzmäßig auch wieder durch den irdischen Tod von dieser Erde in eine feinere Schöpfungsebene »hinübergeboren« werden.

Darin liegt auch die große Gerechtigkeit für jeden Menschen ganz vollkommen verankert.
Denn somit erhält ein jeder Mensch ganz genau in den laufenden Wechselwirkungen das, was er sich selbst im Laufe seines bisherigen Seins - geistig gewollt, geistig bewußt oder auch geistig träge - »erworben« hat, »erwerben« konnte.
Nicht mehr und auch nicht weniger! Er gelangt jeweils immer nur dorthin, in die wirklichen Verhältnisse, wohin ihn sein eigenes Streben in den Wechselwirkungen, ganz natürlich seiner Gleichart entsprechend, treibt und zieht.
Das alles geschieht im Wirken der vollkommenen und gerechten Natur- oder Gottesgesetze.
Irdisches, einseitiges Verstandesdenken- oder Wollen haben dabei nicht den von sehr vielen Menschen heute hier auf Erden immer noch gedachten Erfolg.
Viele von ihnen werden gerade darin einmal absolut erfolglos sein.
Und auch hierbei erfolgt niemals eine Ungerechtigkeit einem Menschen gegenüber!

Hier und auch drüben legen sich dem durch die Schöpfung wandernden Menschen ganz natürlich, also vollkommen schöpfungsgesetzmäßig, auch jeweilige stoffliche Hüllen um seinen geistigen Kern, um damit in der jeweiligen Welt seiner jeweils zeitlichen Umgebung aus dem Geiste heraus wirken zu können.
Darum können auch nur mit Hilfe der jeweils dazugehörenden Organe der stofflichen Umhüllungen nur die gleichartigen Umgebungen der Stofflichkeiten gesehen, erfaßt und begriffen werden.
Ein ganz natürlicher Vorgang!
Wer sich nun dabei - selbst so gewollt - geistig taub und blind verhält, sich also innerlich, geistig nicht entwickeln wollte, der wird auch nur dieses, was ihm seine stofflichen Hüllen zu schauen ermöglichen, begreifen können.
Das wahre Leben alles Geistigen bleibt ihm durch seine eigene geistige Trägheit sehr verschlossen!
Darum fehlt ihm dadurch auch jedes rechte Verständnis zu den Zusammenhängen von Geburt und Tod.

Nun konnte es aber unter Erdenmenschen möglich werden, daß manche von ihnen, ja sogar eine große Anzahl von ihnen, den irdischen Tod immer wieder auch als eine Strafe betrachten wollen.
Oftmals sogar als eine Strafe Gottes.
Das ist jedoch gröbster Unsinn! Es beweist wieder einmal mehr die große geistige Unreife dieser Menschen, die so sehr abseits stehen wollen von den natürlichen Vorgängen in der großen Schöpfung.

Der irdische Tod ist lediglich eine neuerliche »Geburt« von hier aus in die feinere Welt der jenseitigen Stofflichkeiten.
Und ganz recht betrachtet, ist es ein freudiges Ereignis auf dem weiteren Wege zur eigenen geistig persönlichen Vervollkommnung.
Denn GOTT straft niemals!
Die Vorstellung mit der auf Erden von Menschen gedachten Strafe ist lediglich eine Erfindung der noch geistig unreifen Menschen selbst!
Darum ist diese Art der gedachten Strafe über den Tod ein sehr großes Verhängnis für viele Menschen geworden.
Dieses bindet diese unsäglich falsch und verheerend an persönlich gedachte Vorgänge hier auf Erden.

Wer kennt nicht Aussagen beim Tode eines Menschen, in denen ähnlich gedacht und gesprochen wird:

Gleicher Art Aussprüche gibt es tausendfältig viele. Sie alle zeigen das tatsächliche geistige Unverständnis auf diesen Gebieten von derart sprechenden Menschen!

Diese Aussagen haben immer die Verbindung zu einem über »Mitmenschen« gedachten »Strafgericht« durch eine höhere Macht.
Sie selbst, diese Denker und Sprecher, stellen sich ganz auffallend dabei persönlich immer ganz abseits dieser tiefgreifenden Ereignisse. So, als beträfe dieses alles sie selbst, ganz persönlich, niemals.
Und das ist das weitere Verderbliche für sehr viele bei diesen irdischen Vorgängen.
Es ist gelebte Heuchelei in persönlicher Unwissenheit über die wahren Schöpfungsgesetze.
Diesen Menschen fehlt das eigene Bestreben, zunächst auch in diesen Dingen die wirkliche Wahrheit für sich selbst in rechter Weise suchen und finden zu wollen.

Zu diesen Gruppen von gefährlichen Heuchlern gehören dann auch noch alle die, welche immer und zu jeder Zeit ganz genau darüber Bescheid wissen wollen, was einem anderen Menschen aus ihrem gedachten »Strafgericht« auf Erden noch alles treffen muß.
Sehr gern werden solche Gespräche dann in kleinen Grüppchen im gemütlichen Kreise von Gleichgesinnten geführt.
Es sind verhängnisvolle Zeitgenossen, die mit dieser Art ihrer Handlungen für sich selbst und Ihresgleichen eine geistig befreiende Zukunft, die sie persönlich in die feineren und lichteren Gefilde der jenseitigen Ebenen führen könnte, schändlich vergeudet haben.
Demselben von ihnen im Irdischen gedachten »Strafgericht« werden sie alle ganz persönlich beim Hinübergehenmüssen in die feineren Welten nach ihrem irdischen Tode vollends in der gleichen Art und Weise dann ausgesetzt sein.
Das ist dann wahre Gerechtigkeit, die begründet liegt in den gerecht für sie laufenden Wechselwirkungen.
Und auch darin kommt nun ein großer Teil der sich heute erfüllenden »Großen Reinigung« für diese Erdenmenschheit zu einem lebendigen Ausdruck im laufenden Geschehen.

Es ist falsch, den irdischen Tod als eine Strafe sehen zu wollen!
Ein irdischer Tod ist die natürliche Folge nach jeder Erdengeburt!
Der irdische Tod bildet den krönen sollenden Abschluß eines für Erdenmenschen geistig erfolgreich sein müssenden Erdenlebens.

Der irdische Tod ist ein Geschenk Gottes an alle Kreaturen, die sich in den Gnaden aus himmlischen Höhen hier auf Erden nach ihrer Geburt persönlich entwickeln durften.

Die Spanne Erdenzeit - zwischen der Geburt und dem wieder Abscheiden in dem irdischen Tod von hier - ist darum sehr wichtig.
In dieser sehr kostbaren Erden-Zeit muß darum auch alles für die eigene geistige Entwickelung rechte Handeln und Wirken unternommen werden, damit nicht weitere unschöne Bindungen - durch die eventuell durch Verlockungen gelebte persönliche Gewissenlosigkeit - dann in tiefere Regionen der jenseitigen Welt führen müssen, in eine finstere Zukunft in die Regionen des Dunkels.
Dort gibt es die Raffinessen in Diplomatie und Klügeleien oder das (Über-) Studierte eines heutigen »Überverstandes« in der verhängnisvollen Einseitigkeit nicht mehr!
Denn dann mußte dieses heute noch so sehr falsch angewendete und falsch benutzte irdische Werkzeug »Verstand« in seiner Gehirnmasse auf Erden zurückbleiben, zurückbleiben in den Regionen seiner stofflichen Gleichart irdischer Begrenzungen!

Begreifen wir alle darum noch rechtzeitig, daß der Erdentod niemals für uns zu einer »Strafe« durch hier auf Erden gelebten »Überverstand« werden darf, zu einer »Strafe«, die wir derartig für uns selbst erst durch falsches Wirken auf Erden herbeigezwungen haben!
Auch darf es nicht zu einer »Strafe« verführen, die wir von uns ausgehend nur in Unkenntnis aller wirklichen Dinge, Sachlagen und Zusammenhänge über andere Menschen im kleinen Erdendenken verhängen wollen!

Die heute laufende Große Reinigung in diesem Schöpfungsteile ist hierbei eine Angelegenheit ganz für sich allein und betrifft die großen Auswirkungen des Gotteswillens direkt!
Doch darin wird auch ein jeder Erdenmensch nun sein ganz persönliches »Gericht« in den Wechselwirkungen aus himmlischen Höhen erfahren müssen! -

Für alle die Menschen, die schon wahrhaftig auf dem rechten Wege wandeln und ihren Mitmenschen nur zur Freude und als rechte Hilfe zu deren geistigen Befreiung leben, ist das alles hier Aufgeführte nicht bestimmt.
Denn diese können schon auf einem rechten Pfade wandeln - hin zu ihrer persönlichen geistigen Befreiung.
Dieser Pfad liegt auf Erden zwischen der Erdengeburt und dem dann folgen müssenden Abscheiden bei dem irdischen Tod.
Ein Pfad, der dann ganz natürlich - von hier ausgehend - in die schon bereite jenseitige Ebene der persönlich erworbenen geistigen Gleichart nach dort drüben führt.

Auch hierbei wünsche ich den aufrechten Lesern einen wahrhaftig besten Erfolg auf ihrem persönlichen Wege - hin zur eigenen geistigen Befreiung aus allen Wirren jetziger Zeit!

Horst Karl Brotzki

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1. Januar 2004
 Überarbeitet im Juli 2004 - Januar 2010


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