Alle Jahre wieder ...

Wieder geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende.
Ein vielleicht noch ereignisreicheres Jahr steht uns bevor.

Und alle Jahre wieder wiederholen sich auch zuvor die verschiedensten Vorbereitungen für das Weihnachtsfest und für den Jahreswechsel.

Auch in diesem Jahre erklingt wiederum, und das weltweit, das bekannte Weihnachtslied:

»Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder,
wo wir Menschen sind«

Und auch in diesem Jahre erliegen sehr viele Menschen dabei wiederum einem großen Trugschluß!
Denn sie alle erliegen dabei einem selbst gewollten Sinnentaumel!

Noch niemals ist seit nunmehr zweitausend Jahren das auch »Christuskind« tatsächlich wieder auf die Erde gekommen.
Und falsches Wunschdenken kann den tatsächlichen Ablauf ganz natürlicher Vorgänge in dieser großen Schöpfung nicht umgehen oder überspringen, um damit sich selbst unbelastet und unschuldig verhalten zu können.

Vor zweitausend Jahren wurde das »Christuskind« wirklich und wahrhaftig auf dieser Erde, wo wir Menschen sind, geboren.

Doch als dieses »Christuskind« zum Manne gereift war und »es« in seine große und eigentliche Mission trat, wurde »es« durch den größeren Teil der Menschheit verfolgt, gepeinigt und gemordet.

Über diese Tatsache kann auch das oben erwähnte Lied nicht hinwegtäuschen!

Und »alle Jahre wieder«, wird immer wieder neuerliche Schuld noch dazu aufgetragen.

Denn »alle Jahre wieder« wiederholen sich überwiegend alle nur durch Menschensinnen und Menschenwollen erst möglich gewordenen Untaten in großer Regelmäßigkeit auf dieser Erde.

Dabei wird nichts Menschenmögliches ausgelassen. Alles darin nur Mögliche erfährt auch eine gigantische Steigerung. Alle diese »Erfolge« nehmen die daran beteiligten Personen, um damit auch ihren »Ruhm« zu stärken.
Ein Größenwahn jagt dabei den anderen Größenwahn vor sich her.
Alles geschieht in bisher unvorstellbar gewesener Schnelligkeit. Alles geschieht in scheinbar immer größer werdenden Dimensionen.
Technisch möglich gewordenen Steigerungen bestimmen dabei zunehmend den Weg für die Entscheidungen des weiteren fragwürdigen Fortschrittes.

Nicht der Mensch in seiner geistigen Aufgabe bestimmt das Wohl der Technik, sondern das »technische Denken« bestimmt heute das Wohl der Menschen.

Die Erde scheint bei alle dem bald zu klein geworden zu sein.

Alle Menschheit steht nun an der Grenze ihres Könnens. Sie hat sich bereits geschieden in den Teil, der mit dem eigenen Größenwahn untergehen muß und in den kleineren Teil, der noch für sich die Aussicht haben darf, doch noch zu einer wahrhaften Umkehr von derartigem Falschgehen zu gelangen.

Seit zweitausend Jahren bestand aber auch die echte Möglichkeit für alle Menschheit, endlich frei werden zu können aus den Bindungen allen falschen Menschenstrebens und allen falschen Menschenwirkens.
Diese Möglichkeit bestand auf unserer Erde in der echten, persönlichen Bereitschaft zur Aufnahme und zur eigenen und verantwortlichen, persönlichen Umsetzung der wahren Liebe aus der Gottesgnade.
Darin bestand auf dieser Erde das große Wohl für ein
gemeinsames Wirken aller hier lebenden Kreaturen.

Aber was ist in dieser Zeit von zweitausend Jahren wirklich auf unserem Planeten entstanden?

Die Erde wurde zu einem Sündenbabel - durch Menscheneinfluß.
Denn es haben sich »alle Jahre wieder« überwiegend nur die Schandtaten durch Menschenwollen stark vermehrt.
Und der heute überall gepriesene Fortschritt führt uns sehr einseitig in die falsche Richtung.
Diese Art von Fortschritt, in übersteigerter technischer Einseitigkeit, gebiert den »falschen Übermenschen«, der in seiner letzten »Vervollkommnung« dann zum Monster entartet sein wird.
Dieser wird,
ohne jede rechte Lichtverbindung zum Ursprung alles Seienden, zu Gott, dem Herrn, dann auch seine eigenen »Ersatzteile« für den eigenen irdischen Fortbestand sich geschaffen haben.
Das wäre dann das letzte Reifeprodukt luziferischen Wirkens mit seinem Trabantentum auf dieser erstarrten Erde.

Darum muß sich jeder ehrliche Wahrheitssucher auch darüber Klarheit verschaffen, wie er selbst zukünftig mit dem Begriff »Alle Jahre wieder ...« für sich umgehen will.

Wir müssen befreiend erkennen, daß aus dem »Christuskind« einst erst der große Verkünder der Wahrheit, der Bringer der Gottesliebe für die zum Lichte hin strebenden Menschen geworden war.

Seine Botschaft ganz allein führt uns, bei rechter Aufnahme und deren echter Umsetzung, dann auch erst wieder heraus aus unseren falschen »Jahreswiederholungen« mit ihren verheerenden, heutigen Folgeerscheinungen.

Nur in diesem Sinne werden wir alle wieder eine gesegnete Weihenacht erleben dürfen.

H. K. B.

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Überarbeitet im Juni 2004 - Januar 2010


© by Horst Karl Brotzki 2000-2010

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