Selbstverwirklichung
Hiermit soll nun einmal über einen der wundesten Punkt in dieser Menschengesellschaft einiges aufgezeigt werden.Es soll hiermit zum klärenden Nachdenken über die eigene Selbstverwirklichung angeregt werden.
Selbstverwirklichung!
Ein Schlagwort auch in der heutigen Zeit. Es wird immer wieder genannt von allen Menschen - in allen heutigen Gesellschaftsformen.
Sich selbst verwirklichen zu wollen, das ist der Ruf nach eigener Freiheit.Und dieser heute selbst gedachte Weg dazu, in der Art von heutigem Eigenwollen und Eigenwillen stehend, um dann damit diese selbst gedachte Freiheit wirklich auch erreichen zu können, ist eine vielfach vertretene und überzeugte falsche Ansicht unter nur irdisch denkenden Menschen geworden
Sich selbst verwirklichen.
Was ist das?
Dazu gehört an die erste Stelle gesetzt der Begriff: »SICH«.Jeder Erdenmensch erfährt sich selbst doch immer nur in seinem »ICH«.
Also heißt es, richtig gesprochen, ICH will mich verwirklichen.
Das geht aber wahrhaftig nur, wenn ich mich auch als ein wirkliches, wahres »ICH« erkenne und das als solches auch richtig sehe.»Ich glaube nur das, was ich auch sehe!«
So und ähnlich wird von »denkenden« und »sehenden« Menschen gesprochen.
Ein so denkender Mensch möge sich einmal vor einen Spiegel stellen und »sich« dabei betrachten.
Er muß als erstes sogleich erkennen, daß er nur sein Spiegelbild vor sich hat und sich darin auch nur spiegelverkehrt zu sehen in der Lage ist.
Er sieht sich schon hierbei - und mit offenen Augen - falsch und nur von außen!Er selbst will aber nur alles das glauben, was er auch sieht. Doch hierbei sieht er schon alles verkehrtherum.
Darum ist er schon hierbei durch sich selbst, durch seine eigene und selbst so gewollte Beschränkung, mit dieser eigenen »Überzeugung«, auf seine kleine »Sichtweise« angewiesen.
Er ist dadurch auch an seinen eigenen »Glauben« gebunden und darum durch sich selbst gezwungen, nur das glauben zu müssen, was er »selbst nur sieht«.
Was derart jedoch, in dem Lichte der Wahrheit betrachtet, gänzlich falsch ist!Bleiben wir bei diesem Menschen vor dem Spiegel.
Er will nur das glauben, was er auch sehen kann.
Diese Person möge nun einmal ihre Augen fest verschließen.
Im selben Augenblick hat diese Person, mit dem eigenem Glauben gesehen und gemessen, eigentlich aufgehört zu sein.
Denn dieser Mensch ist nun nicht mehr fähig, sich selbst zu sehen. Er ist nach eigener »Überzeugung« nicht mehr vorhanden.Welch eine Kurzsichtigkeit hat eigentlich solche Menschen befallen, die sich derart freiwillig in solche Unmöglichkeiten begeben haben und nur das noch anerkennen wollen, was sie selbst nur sehen können?!
Sich selbst erkennen können sie aber demnach auch nicht mehr!Und in der Tat, solche Menschen haben schon aufgehört richtig zu leben und sie haben auch aufgehört, sich noch wirklich verantwortungsbewußt für das gemeinsame Wirken aller in dieser großen Schöpfung zu erkennen.
Diese alle sind schon in die immer mehr noch zunehmende Erstarrung auf dieser Erde geraten.Doch nur ein jeder selbst kann sich daheraus, durch einen starken und nachhaltigen inneren Entschluß, vielleicht noch einmal persönlich selbst befreien.
Niemand sonst kann dieses für uns tun!Doch ein solcher Mensch mit geschlossenen Augen vor dem Spiegel, der sich selbst nicht mehr sehen kann, lebt aber doch noch; denn er hat dadurch doch nicht aufgehört zu sein. Auch kann er sich selbst noch fühlen, auch ohne dabei sich selbst sehen zu müssen!
Er fühlt sich dennoch!
Aber sein Fühlen kann er nicht sehen!
Doch nimmt er sich wirklich noch wahr.Also hat er auch noch ein anderes Bewußtsein, neben seinem Sehen und dem Fühlen, für sein persönliches Erleben in seinem Erdenkörper zur Seite und zu eigen.
Was er im Spiegel zu sehen fähig ist auch nur sein äußeres Erscheinungsbild, seine irdische Hülle, sein Erdenkörper, der ganz eindeutig belebt wird von den inneren Vorgängen seines Selbst, seines ICHS, von seiner Seele mit seinem eigenpersönlichen, geistigen Kern in deren Zentrum.Und hierin liegt auch jegliche Verantwortung für jeden Vorgang bei der Selbstverwirklichung eines Menschen auf Erden!
Sein Selbst ist sein ICH. Und sein ICH ist er selbst.
Sein ICH ist aber nur dieser ihm persönlich zu eigen seiende, sich bewußt gewordene Geistkern, welcher als »werdendes ICH« auf seiner Wanderung durch alle Schöpfungsteile zu seiner eigentlichen Reife und Vervollkommnung gelangen muß.
Das geschieht durch das Wollen des Trägers selbst, und auch durch alle seine weiteren Hüllen. Der Geistkern ist der Träger aller weiteren Hüllen und er ist damit auch - als verantwortliches ICH - für alles von ihm Ausgehende in dieser Schöpfung voll haftbar, voll verantwortlich!Darin liegt für den persönlich zu werdenden Menschengeist, in Verbindung zu seinem Erdenkörper hier auf Erden, auch seine große Verpflichtung und seine große Verantwortung nach seiner geistigen Selbstverwirklichung streben zu müssen!
Das ist Schöpfungsgesetz und in dem Willen GOTTES unverrückbar vorgesehen.Heute ist in diesem Entwickelungsgang alles für die Menschen von den rechten Wegen dahin abgekommen.
Sie wenden sich überwiegend nur dem Irdischen zu. Und das ist für sie alle das, was nur mit den irdischen Augen zu sehen ist.
Und dabei wurde dann, so ganz nebenbei, auch jedes Bemühen zu einer Selbstverwirklichung in diesen sichtbaren, irdischen Bereich gelegt und damit alles sündhaft begrenzt.Es galt dann mit der Zeit nur noch das, was auch zu sehen war. Es gilt auch heute überwiegend nur das, was irdisch vorweisbar ist und den sich irdisch »Selbstverwirklichten« als einen »Erfolgreichen« darzustellen vermag.
Darum haben wir auch heute das überall hervortretende, rücksichtslose Geltungsbedürfnis so vieler Menschen.
Das vollzieht sich auf allen Gebieten, unter dem Deckmantel einer modernen »Selbstverwirklichung« aller daran Beteiligten, und das in allen Bereichen derer, die in dieser Art führen wollenden Zeitgenossen!Manche davon sind durchaus bereit und fähig dazu, bei ihrer »Selbstverwirklichung« auch über »Leichen« gehen zu wollen!
Alles das brachte dann die heute in allen Bereichen herrschende Gier nach immer mehr, immer größer, immer rücksichtsloser, mit immer mehr Drang zu Äußerlichkeiten und Geltungsbedürfnis.
Es führte uns alle in die heutigen »Scheinheiligkeiten« auf allen Gebieten!Das Auto kann nicht groß genug sein. Es muß sehr schnell sein. Und sein Preis kann nicht hoch genug angesetzt sein, wenn es nur dazu angetan ist, zu zeigen, »wes` Geistes Kind« jemand ist und zu welcher »Erfolgsgruppe« er auf dieser Erde gezählt sein will, - und warum gerade er dieses auch so benötigt.
Alles ohne Rücksicht auf Verluste und zum großen Schaden auch am wahren Menschsein.
Der geistige Bereich wird damit verleugnet und er geht schließlich für alles rechte irdische Wirken der Menschheit für ewig verloren!Überall herrscht überwiegender »akademischer Hochmut« mit all seinen heute schon klar erkennbar gewordenen verheerenden Verfallserscheinungen.
Doch alle Welt und die zugehörigen Personen befinden sich selbst und nach ihrer »guten« Meinung nur auf dem Wege zu ihrer persönlichen »Selbstverwirklichung«!Welch ein verheerender Trugschluß!
Die falschen »Sich-Selbstverwirklicher« führen alles in die bevorstehende Vernichtung!Wahre, sich selbst verwirklichen wollende Menschen, auf dem Wege zu ihrer verantwortungsbewußten Selbstverwirklichung, gibt es nur sehr wenige auf Erden!
Und selbst unter denen, die sich mühen wollen, stellen die, die in Einbildung und in Unredlichkeit dazu nur meinen, sich auch auf dem rechten Wege dorthin schon zu befinden, heute noch den weitaus größeren Anteil!
Worin kann hier nun eine Hilfe gegen diesen verheerenden Zustand aufgezeigt werde?
Ganz einfach!
Bevor mit einer echten Selbstverwirklichung begonnen werden kann, muß unbedingt und auch notwendigerweise zuvor mit einer echten Selbsterkenntnis begonnen werden.
Selbsterkenntnis.
Was ist das?
Das ist die wahre Kenntnis von und über sich selbst!
Das Erkennen seiner selbst, seines lebendigen und eigenen wirklichen ICHS ist gefordert in der Jetztzeit.Dazu gehört an allererster Stelle die Erkenntnis, daß ich selbst nur eine Kreatur, eine Frucht in dieser Schöpfung bin. Das Erkennen muß ich mir persönlich zu eigen machen.
Und dann gilt: ich bin nicht Meister des Ganzen. Ich bin nur eine Kreatur neben anderen Kreaturen in der Schöpfung.
Dabei befinde ich mich in dem Werke Gottes.
Und darin bin ich heute ein Gast auf dieser Erde.
Als Gast bin ich dazu verpflichtet, mich als ein solcher Gast auch zu benehmen.In diesem persönlichen Bewußtsein muß sich heute auch jede persönliche Selbstverwirklichung entfalten. Das aber nur in Anerkennung der vollkommenen Schöpfungsurgesetze, die auch, neben anderem, in den Zehn Geboten Gottes deutlich und verbindlich für alle Menschheit auf Erden verankert sind.
Darum muß jede Selbsterkenntnis immer vollzogen werden in der absoluten Berücksichtigung des vollkommenen Schöpferwillens, und es muß dieses immer in dem Lichte aller Wahrheit geschehen.
Das geht nur in echter Ehrlichkeit zu sich selbst und mit einem wahrhaftigen, eigenen Gewissen.Dabei sind unbedingt Ethik und Moral, in ihrer ganzen Wahrheit und ein echter lebendiger Glaube, bis hin zum wahren Wissen darüber, gefordert!
Denn ohne die echte Wahrheitssuche wird es niemals eine wahrhaftige Selbsterkenntnis mit der richtigen Selbstverwirklichung geben können. Doch die echte Selbsterkenntnis muß sein, damit uns diese dann auch wirklich hinführen kann zu der eigenen geistigen Befreiung - in Eigenverantwortung vor dem Schöpfer. Und das ohne jeden Verstandesdünkel heutiger Zeit, als Ausdruck des falsch benutzten Werkzeuges »Erdengehirn«.
Alle Raffinesse oder Diplomatie haben hierbei ausdrücklich nur eine sich selbst vernichtende Wirkung für den darin Handelnden selbst und auch für seine mit ihm seiende Umgebung.
Es gibt sehr viele dieser Erdenmenschen, die ihre persönliche Selbstverwirklichung schon alleine in der Verwirklichung ihres irdischen Wirkens erkennen wollen. Dazu wird aber vorrangig das Gehirn mit seinem irdischen Verstande gefordert und gebildet.
Darunter befinden sich sehr viele Menschen, die für sich die damit entstandene »Bildung« schon für eine echte Selbstverwirklichung im Sinne der Gottesgesetze halten.
Das ist jedoch ein großer Trugschluß. Das ist die echte Selbstverwirklichung noch nicht!
Denn alle dabei erworbenen Titel, Ehrungen und sonstigen dem Irdischen zugewandten Auszeichnungen gehen nicht auch automatisch auf die Person, auf ihre geistige Selbstverwirklichung über, sind alle diese Dinge doch zu sehr erdgebunden und damit dem stofflichen Verfalle wieder preisgegeben.
Und mit der heute überwiegenden falschen Ausbildung, in falsch gedachter Selbstverwirklichung aller Menschen, wird ausschließlich die damit sehr verbundene und angelernte »Einbildung« zu sich selbst und über sich selbst »geformt«, »gebildet« und damit auch nur sehr einseitig gefördert.
Nicht selten entsteht dann dadurch auch der sehr verhängnisvolle »akademische Hochmut« anderen Menschen gegenüber!
Der dann oftmals sogar soweit geht, daß unter seinem Schutze Unwahrheiten, bis hin zur Lüge verbreitet werden, um diese später beim Aufbrechen der Wirklichkeit, dann wiederum, ganz »akademisch«, als »nicht so gewollt und als nicht geschehen« unter die »Gnade des Vergessens« stellen zu wollen.Hierbei muß doch bei manchem denkenden und sehenden Mitmenschen der Verdacht aufkommen, daß so mancher Zeitgenosse lediglich die akademische Laufbahn eingeschlagen hatte, um dann später »geschulter« in seinem weiteren Lebensverlaufe damit noch besser »lügen« zu können.
Aber mit »akademischem Wissen« und mit »akademischen Ehren« allein läßt sich das Tor zum Himmel noch nicht öffnen; denn dazu ist eine andere Selbstverwirklichung von Gott gefordert!
Doch kommen aus dieser Gruppe aller Erdenmenschen, auch überwiegend die Überheblichen, die Dünkelhaften und damit die Unterdrücker wahren und wirklichen, echten Menschentums!
Es sind darunter immer auch die Verhinderer und Unterdrücker einer echten Selbstverwirklichung bei anders und klarer denkenden Mit-Menschen!
Diese überheblichen »Unterdrücker« lehnen immer auch jede natürliche, echte Einfachheit entschieden ab.Darin wird heute zum Teile sogar verbrecherisch gehandelt!
Die Anhänger der nicht echten Selbstverwirklichung werden darum als Spreu vom Weizen getrennt werden bei der heute laufenden großen Reinigung in aller Welt und sie sind damit auch dem »Jüngsten Gerichte« verfallen.
Diese sind damit dann, durch sich selbst so gewollt, auch auf dem Wege, ihre künftige Seinsberechtigung dadurch gänzlich zu verlieren; denn sie alle haben die echte und einzig wahre Selbstverwirklichung nicht erkannt und sie haben sich damit gegen Gottes Gebote gestellt.
Diese alle haben damit gegen den Willen Gottes, gegen den Heiligen Geist gesündigt !
Die echte Selbstverwirklichung führt uns jedoch in die Ewigkeit.
Jede echte, eigene Selbstverwirklichung erfährt nur dort ihre ganz natürliche Grenze, wo auch die Grenze für die Erfassensmöglichkeit des eigenen, inneren und lebendigen Kernes ist.
Und das ist bei allen Erdenmenschen die Art GEIST.Was darüber hinausgeht, ist für den Menschengeist nicht mehr »greifbar« und es kann ihm nur über den Gnadenweg von dort OBEN in lebendigen Bildern zugeführt werden - von den dazu Befähigten, von den von dort zu uns gesandten Boten.
Darum ist es heute so sehr wichtig, daß wir uns nur mit der richtigen, von OBEN gewollten Selbstverwirklichung befassen und alles daran setzen, uns und andere dabei nicht abbringen zu lassen von dem rechten Wege zu dem Lichte der Wahrheit - auf dem Wege zu unserer ICH-Findung und zu unserer ICH-Verwirklichung!
Nur darin erfüllen wir alle auch wahrhaftig unseren Lebensweg, in der uns ganz natürlich und schöpfungsgesetzmäßig aufgetragenen Selbst-Verantwortung, in unserer großen, ewiglich sein könnenden »Daseins-Berechtigung« vor dem Schöpfer aller Dinge, vor GOTT, dem HERRN.
Das heißt aber auch, daß wir auf das, was uns von OBEN immer wieder gegeben wurde und auf das, was uns auch heute immer wieder noch gereicht wird, endlich nun nachhaltig hören und dann darnach handeln müssen!
H. K. B.
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Überarbeitet im Juni 2004 - Januar 2010
© by Horst Karl Brotzki 2000-2010